— Hamburg —

«Straßenfußball für Toleranz»: Projekt sucht neue Partner

von DPA Freitag, 14. September 2018 12:23 Uhr


Hamburg (dpa/lno) - «Straßenfußball für Toleranz» bleibt eine Erfolgsgeschichte. Seit dem Start im Jahr 2002 haben an dem Projekt rund 31 000 Kinder teilgenommen. «Es hat sich viel verändert, auch durch die Ganztagsschulen. Wir machen das nicht mehr als offenes Jugendangebot, sondern in Kooperation mit den Schulen. Denn unsere Gesellschaft hat sich verändert. Es sind viele Flüchtlinge zu uns gekommen», sagte Christian Hinzpeter am Freitag in der Hansestadt.

«Wir haben in den vergangenen zwei Jahren viel Geld aus dem Integrationsfond der Bürgerschaft erhalten. Aber nun müssen wir uns nach neuen Kooperationspartnern umsehen», ergänzte das Netzwerk-Vorstands- und ehemalige Präsidiumsmitglied des FC St. Pauli. Dessen einstiger Profi Michel Mazingu-Dinzey ist seit fünf Jahren Pate des Projektes und warb am Freitag ebenfalls vor Ort.

«Ich sehe hier meine Jugend an mir vorbeiziehen», erklärte der frühere Bundesliga-Spieler. «Es ist wichtig, den Kindern zu zeigen, dass es für mich ernst ist, hier zu sein», fügte der 45-Jährige hinzu. «Die Kinder fragen mich nach meinen Geschichten und meinen Erfahrungen und es geht darum, ehrliche Gespräche zu führen.»

Bei dieser Fußball-Variante spielen Jungs und Mädchen gemeinsam in einem Team. Zu den Besonderheiten gehört, dass von Jungs erzielte Tore erst dann zählen, wenn ein Mädchen aus derselben Mannschaft getroffen hat. Zudem gibt es einen Extrapunkt für Fairness.





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