Hamburg

Verkehrsbehörde und Bahn: Maßnahmen gegen Verspätungen

Hamburg (dpa/lno) - Verspätete Bahnen, Chaos an Bahnsteigen: Für einen reibungsloseren Fahrgasttransport mit Zügen und S-Bahnen der Deutschen Bahn (DB) in Hamburg und der Metropolregion sind mehrere Maßnahmen finanziell festgezurrt worden. Das geht aus einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung der Hamburger Verkehrsbehörde hervor. Zuvor hatte es ein Arbeitstreffen von DB- und Behördenvertretern gegeben. «Wir sind uns einig, dass wir die Betriebsqualität weiter verbessern wollen», berichtete die DB-Konzernbevollmächtigte für Hamburg und Schleswig-Holstein, Manuela Herbort.

Laut Mitteilung soll eine schnelle Eingreiftruppe kurzfristige Störungen im Hamburger Schienennetz schnell beseitigen. Hierfür werden 280 000 Euro bereitgehalten. Damit weniger Menschen auf die Gleise klettern und Streckensperrungen auslösen, werden an den Bahnsteigenden in den Citytunnelstationen zusätzliche Sperren eingebaut und die Strecken zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Harburg sowie Bergedorf eingezäunt. Die Investitionen hierfür von bis zu fünf Millionen Euro will die Stadt übernehmen. Alle Verantwortlichen müssten einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Situation leisten, teilte Staatsrat Andreas Rieckhof (SPD) mit.

Im Raum Hamburg will die DB Netz in diesem Jahr 40 Kilometer Gleise und 70 Weichen erneuern, bis 2022 sollen es zusätzlich 160 Kilometer Gleise und mehr als 200 Weichen werden - bei Investitionen von knapp 27 Millionen Euro. Auch die Intervalle für das Schienenschleifen werden erhöht (780 000 Euro). Außerdem sollen bis Jahresende störungsanfällige Bauteile an Bahnübergängen ausgetauscht werden (125 000 Euro). Die DB Station&Service wird die Modernisierung von Tunnelstationen für insgesamt 50 Millionen Euro fortsetzen. Außerdem soll die Service-Tochter für mehr Sauberkeit an den Hamburger Bahnhöfen sorgen.