Heide

Wansiedler vesetzt Heide in den Siegesrausch

Der Heider SV ist in der Regionalliga angekommen. Er brachte gegen Hannover 96 II die ersten Punkte auf die Seite. Jan Wansiedler versetzte das Stadion an der Meldorfer Straße mit seinen beiden Treffern nach der Pause in den Siegestaumel.

Der für Franzenburg ins Tor gerückte Meister hielt seinen Kasten mit einer starken Leistung sauber. Fast 1000 Zuschauer genossen eine geschlossene Gesamtleistung des Heider SV. Jan Wansiedler wurde bei seiner Auswechslung in der letzten Minute frenetisch vor der Tribüne gefeiert. Der Applaus galt bald danach auch allen anderen. 2:0 (0:0) - die ersten Punkte, der erste Sieg.

Den ersten größeren Beifall erhielt der Schiedsrichter-Assistent. Er beförderte einen Ersatzball mit solidem Spannstoß ins Feld. Hannover 96 II hatte auf Kosten einer Ecke klären müssen. Der Ball war weg. So viel Druck machte der Heider SV in seinem dritten Regionalliga-Heimspiel. 

Obwohl gegen den Wind beginnend, zwang der Aufsteiger dem Zweitliga-Unterbau in den ersten 20 Minuten das Spiel auf und hatte neben Ecken auch Chancen - zum Beispiel, als der wieder aktivierte Selcuk von der Torauslinie den Ball nur noch parallel schießen konnte. 

In einem danach ausgeglichenen und guten Regionalliga-Spiel deuteten die Gäste anschließend ihre Gefährlichkeit an. Tolle Zweikämpfe lieferten sich Heides Abwehrchef Quade und der wuchtige Gäste-Mittelstürmer Doumbouya. Quade machte es in den meisten Duellen herausragend und ging als Sieger hervor. Zweimal musste HSV-Schlussmann Meister parieren, der den Vorzug erhalten hatte.

Torlos ging es in die Kabinen. Die in fast vierstelliger Zahl erschienenen Zuschauer spendeten Beifall und wirkten bereits mit Recht zufrieden.

Aber es sollte noch besser kommen. Vier Minuten nach Wiederbeginn sprintete Jan Wansiedler, bis dahin noch nicht sehr auffällig, in die Tiefe und ließ Torwart Sündermann keine Chance. Wansiedler war auch für den nächsten Heider Treffer verantwortlich. Mit einem strammen Schuss erhöhte der von Holstein Kiel gekommene Nachwuchsmann in der 67. Minute. Weitere Paraden von Keeper Meister untermalten das Tor-Doppel.

Das Publikum ging mit. Jede Grätsche wurde bejubelt, Schröders notwendige Gelbe Karte als kleineres Übel hingenommen. Schließlich auch der Blick auf die Uhr: Noch zehn Minuten.

Sieben Minuten vor Schluss musste der starke Selcuk verletzt raus. Wolf kam. Gieseler verpasste nach Wolfs Pass das 3:0. Hinten standen Quade, Neelsen und Co. weiter gut, erfreuten sich größter Unterstützung durch die Vorderleute.

Der unermüdliche Gieseler scheiterte noch einmal am starken Hannoveraner Torwart. Dann war Schluss. Nur noch Jubel.

Heider SV: Meister - Neelsen, Quade, Schröder - Hahn, Ehlert - Hardock (61. Mittelbach), Wansiedler (90. Busch), Peters - Selcuk (83. Wolf) - Gieseler.

Hannover 96 II: Sündermann - Delidum, Beckenbauer, Dauter, Aytun - Kummer (53. Drawz) - Dzafo, Neiß (74. Eidtner), Wagner, Hadzic - Doumbouya (53. Mustafa).

Schiedsrichter: Rosin (Lieth).

Zuschauer: 980.

Tore: 1:0 Wansiedler  (49.), 2:0 Wansiedler (67.).

Am Freitag kommt die Spielvereinigung Drochtersen/Assel ins Stadion an der Meldorfer Straße.

Tabelle: http://www.sportplatz.sh/tabellen/fussball/herren-senioren/regionalliga-nord.html

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