Albersdorf

Auf freiem Fuß

Kinder- und Jugendstiftung Dithmarschen 

Der Albersdorfer Steinzeitpark ist um eine Attraktion reicher: Am Sonntag ist im Rahmen des internationalen Museumstages der Barfußpfad eingeweiht worden.

Im Beisein zahlreicher Gäste und Sponsoren eröffnete der Organisator dieser neuen Attraktion, Stefan Carl, den 220 Meter langen Wanderpfad mit vielen Aktionsgeräten. Den Auftakt der kleinen Eröffnungsfeier bildeten Kinder des benachbarten Waldkindergartens mit einem lustigen Lied.

Bürgermeister Heribert Heinecke wurde bereits Ende 2013 von der Planung des Barfußpfads unterrichtet. "Das Tolle an dem Projekt war, dass es seitens der Gemeinde und auch des Aöza keinerlei Hürden, sondern sogleich Begeisterung und Unterstützung gab", sagte Carl zu den ersten Gesprächen und der Hilfe, die Gemeinde und Aöza zur Umsetzung geleistet haben. Als Standort standen zunächst noch das Freizeitbad und der Kurpark zur Diskussion - aber der Steinzeitpark schien doch am geeignetsten.

Die jetzt gewählte Fläche im Steinzeitpark kann und darf für oberirdische Bauwerke wie Steinzeithäuser nicht benutzt werden, weil sich im Untergrund eine Energieleitung befindet. "Deshalb passt der Barfußpfad hier super hin und ist eine schöne touristische Bereicherung unseres Ortes", sagte der Bürgermeister. Dr. Rüdiger Kelm, Leiter des Aöza, erklärte, dass der Pfad zu dem ökologischen Ansatz des Steinzeitparks passe.

Die Kinder- und Jugendstiftung Dithmarschen hat sich an diesem Barfußpfad mit einem Zuschuss von 5000 Euro beteiligt. Diese Stiftung ist eine Gemeinschaftsstiftung von Dithmarscher Bürgern. Sie fördert vor allem soziale, kulturelle und bildungsrelevante Anliegen von Kindern und Jugendlichen, so der Vorsitzende Willi Ruge. Stefan Carl ist Vorstandsmitglied der Stiftung und kam nach einem Urlaubserlebnis in einem Barfußpark auf die Idee, so eine Einrichtung auch in Albersdorf zu verwirklichen. In der Stiftung fand dies rasch Zustimmung. Weitere 13 000 Euro sind durch Spenden, Sponsoren und Eigenleistungen aufgebracht worden. Mit Hilfe von vielen Freunden, Handwerkern und Mitgliedern des Volksfestvereins wurde ein hölzernes Schuhhaus aufgestellt und der gesamte Parcours aufgebaut. Es wurde so gut gewirtschaftet, dass noch etwas Geld übriggeblieben ist. Hierfür hat Stefan Carl aber schon Pläne, um zu gegebener Zeit die Anlage um neue Stationen zu erweitern. Außerdem denkt er daran, die Schulen und Kindergärten mit ins Boot zu holen.

"Der Barfußpfad ist eine enorme Bereicherung unseres Angebots für den Steinzeitpark", so Dr. Rüdiger Kelm. Für die Besucher des Parks ist die Benutzung kostenlos. Bei der anschließenden Begehung konnten die Gäste den Parcours ausprobieren - natürlich barfuß - und haben festgestellt, dass er nur mit viel Geschick zu bewältigen ist.