Burg

Das Amt auf dem Smartphone

Sehenswürdigkeiten auf einen Blick, ein schneller Zugriff aufs Orts- oder Baurecht der Gemeinde oder einen Schaden unkompliziert melden: Mit der neuen Amtsapp ist dies mit wenigem Wischen und Klicken möglich.

Viele kleinere Veranstaltungen in den einzelnen Gemeinden sind außerhalb der Ortsgrenzen kaum bekannt oder manchmal überschneiden sie sich gar – das war ein vielfach angesprochenes Problem, als Politik, Verwaltung und Bevölkerung sich auf den Weg gemacht hatten, gemeinsam einen Leitfaden für die Zukunft zu erstellen. Das sollte sich ändern. Lösungen dafür hat das Amt mit Boyens Online gefunden.

Erster Schritt: Das Amt nutzt seit einigen Monaten eine von Boyens Online programmierte Datenbank für Termine. Vereine, Amt, aber auch die einzelnen Gemeinden können ihre Veranstaltungen dort einpflegen – wer, wann, was, wo veranstaltet. Der Vorteil der Datenbank ist, dass die Termine an jeder beliebigen Stelle wieder angezeigt werden können, auch gefiltert. So ist es möglich, dass ein Burger Verein seine Internetseite mit der Datenbank verknüpft und dort nur die für den Verein relevanten Veranstaltungen aufgeführt werden.

Zweiter Schritt: eine App, die als Informationsmedium für Bürger und Touristen dienen soll. Sie ist nun auf dem Markt. Auf der Startseite der App habe der Nutzer zunächst einen Überblick über wichtige Neuigkeiten aus der Verwaltung, sagt der Abteilungsleiter von Boyens Online, Tobias Braun. Unter dem Punkt „Termine“ seien beide Projekte miteinander verknüpft worden. Der Nutzer der Applikation erhalte dort Informationen zu allen Veranstaltungen, Kursen oder auch Öffnungszeiten von Institutionen im Amtsgebiet. Termine könnten je nach Interesse gefiltert oder auch gezielt über eine Eingabemaske gesucht werden, so Braun. Unter den Rubriken Leben und Politik finden Nutzer grundlegende Informationen zu den Schulen, zu den Kindergärten, zu den Steuern und Gebühren, zum Orts- oder Baurecht sowie weiteren Themen.

Die Burg-Donn-App soll als Informationsmedium für Bürger und Touristen dienen. Sie ist nun auf dem Markt.

Hinter dem Reiter „Entdecken“ verbirgt sich eine Karte, auf der Kindergärten, Schulen, Feuerwehren, Kultureinrichtungen, aber auch Sportstätten, Apotheken oder Sehenswürdigkeiten verzeichnet sind. „Was angezeigt werden soll, kann der Nutzer über einen Filter selbst bestimmen“, sagt Braun. 

Bei den Sehenswürdigkeiten sollen durch das Amt noch detaillierter Informationen hinterlegt werden. Wenn der Nutzer dann auf „weitere Informationen“ klickt, kann er sich einlesen und über eine Navigationsfunktion dorthin leiten lassen. Ziel sei es gewesen, dies möglichst nutzerfreundlich zu gestalten, so Braun, für den das Herzstück der App die Pushfunktion, der Schadensmelder und die Vorschlags-Box sind.

Mit der Pushfunktion können wichtige Meldungen zu Veranstaltungen, zu Straßensperrungen oder Meldungen aus Politik und Verwaltung hervorgehoben werden. Nutzer könnten sich aussuchen, welche Kanäle sie abonnieren wollen, um diese Meldungen zu erhalten, sagt Braun. 

Über die Funktionen Schadensmelder und Vorschlags-Box können Nutzer direkt mit dem Amt in Kontakt treten, unkompliziert kaputte Straßenlaternen oder Schlaglöcher mit Bild und Geodaten melden oder Ideen loswerden – „ohne Hürden“, wie Marco Strufe, Leitender Verwaltungsbeamte, sagt. Die Nachrichten, die über diese Kanäle eingehen, würden im Haus an die entsprechenden Fachdienste verteilt. „Die Wege sind kurz“ – und Schäden könnten schneller behoben werden. 

Braasch: „Meilenstein in der Digitalisierung des Amtes“

Dass eine solche App wichtig ist und gewünscht wird, habe die Bürgerbeteiligung während der Erstellung des Amtsentwicklungskonzept gezeigt, so Strufe. Das sei auch der Grund, warum trotz Konsolidierung das Geld dafür bereitgestellt und das Projekt umgesetzt wurde. Die App sei ein Meilenstein und eine Innovation in der Digitalisierung des Amtes, so Eggert Braasch (WG), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, dem Gremium, das das Vorhaben betreut hat. „Nutzer können von überall auf die wichtigen Informationen zugreifen, ohne einen Computer hochfahren zu müssen.“

Braasch erhofft sich von der App, dass sie eine Schnittstelle zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung wird, weil sie Kommunikation vereinfache. Die Herausforderung nun: Sie muss mit Leben gefüllt werden – dafür braucht die App Nutzer, die auch helfen, weitere Informationen aufzunehmen. Das sieht auch Strufe so. In seiner Verwaltung wird der Inhalt gepflegt. „Versteckte schöne Plätze und andere Highlights können gerne gemeldet werden“, sagt er.

Die App gibt es im Play Store für Android-Geräte und im App Store für iOS-Geräte

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