Wesselburenerkoog

Zusammenstoß am Eidersperrwerk 

Bei einem spektakulären Unfall am Tunnel des Eidersperrwerks wurden vier Menschen verletzt.

Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr fuhr ein Rentnerpaar einem Pkw kurz vor dem Tunneleingang auf der Südseite von hinten auf. Das Fahrzeug der Geschädigten, die beide um die 40 Jahre alt sind, soll mit der ausgeschilderten Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde unterwegs gewesen sein. Das auffahrende Fahrzeug jedoch deutlich zu schnell. „Der verursachende BMW hat den anderen Wagen flankiert und an die gegenüberliegende Tunnelseite gedrängt“, sagt Martin Rathje, Amtswehrführer Büsum-Wesselburen, der bei dem Einsatz vor Ort war. Der BMW schlitterte noch gut 50 Meter weiter, erst in Fahrtrichtung gegen die linke, dann gegen die rechte Tunnelseite, wo er schließlich zum Stehen kam. Beide Autos hatten hinterher nur noch Schrottwert. Das Rentnerpaar im BMW wurde schwer verletzt, die Insassen des anderen Wagens, ein Seat, sind mit leichten Verletzungen davon gekommen.

„Alle Insassen waren ansprechbar, als wir eingetroffen sind“, sagt Martin Rathje. „Es war auch niemand eingeklemmt oder ähnliches. Wir mussten niemanden herausschneiden.“ Mehr als 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren Wesselburen und Schülp waren vor Ort, außerdem drei Rettungs- und ein Notarztwagen sowie Polizei aus Büsum und St. Peter. 

Bei dem Unfall sind nicht nur Mensch und Auto zu Schaden gekommen: Auch der Tunnel wurde beschädigt. Eine Ampel am Tunneleingang ist komplett weggerissen. Der BMW hat auf seiner Schlittertour durch den Tunnel außerdem einen Teil der Innenverkleidung sowie die darunter liegende Hydraulikleitung für die Sieltore des Sperrwerks beschädigt. Einige Sieltore sind daher vorübergehend außer Betrieb genommen worden.

Der Tunnel war für die Einsatz- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt. Gegen 18 Uhr konnte der Verkehr wieder freigegeben werden.

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