Marktbummel

Ein Hauch von Weißkohl: Putenrisotto

Man kann die Pute auch weglassen, dann bekäme man ein vegetarisches, wenn nicht veganes Risotto, das auch nicht schlecht ist, aber im Folgenden geht es um ein kinderfreundliches Risotto. Kinder lieben Putenfleisch. Risotto ist die italienische Art, Reis zuzubereiten.

 Zunächst bereitet man eine Putengemüsepfanne vor, indem man ein Pfund Putenschnitzel schnetzelt, also in schmale Streifen schneidet. Die brät man in etwas Sonnenblumenöl an. Wer die vegetarische Variante bevorzugt, fängt erst hier an: Außerdem würfelt man eine Zwiebel und brät sie mit an, dann kommt noch eine gewürfelte rote Paprikaschote dazu. Wenn alles Farbe angenommen hat, gießt man etwas Brühe dazu, vegetarisch Gemüsebrühe, sonst auch Hühnerbrühe. Man gibt noch Maiskörner dazu, die um diese Jahreszeit auch mal aus der Dose stammen dürfen, und würzt das mit Pfeffer und Salz. Dann rührt man noch einen Esslöffel Weißkohlmarmelade hinein. Die gibt es.

Das lässt man eine knappe halbe Stunde gar ziehen. Währenddessen bereitet man das Risotto zu, indem man in einem großen Topf Sonnenblumenöl erhitzt, es geht auch Traubenkern- oder Olivenöl. Man schält eine Zwiebel, würfelt sie fein und schwitzt sie darin an. Dann gibt man ein Viertelliter Rundkornreis dazu und brät ihn mit an. Man verrührt den Reis einige Male, er sollte auch etwas Farbe bekommen. Erst dann löscht man peu à peu mit einem halben Liter Hühnerbrühe beziehungsweise Gemüsebrühe. Das heißt man gibt immer nur etwas Brühe hinzu, lässt den Reis ausquellen, köcheln, gibt wieder Brühe dazu, ausquellen, köcheln, Brühe, ausquellen und so weiter, bis alle Brühe verbraucht ist, was in der Regel 20 bis 30 Minuten braucht.

Dann vermischt man einfach die Putengemüsepfanne beziehungsweise die Putengemüsepfanne ohne Pute mit dem Risotto. Reis ist ja eine Getreideart, die vor allem in der asiatischen Küche eine große Bedeutung hat. Und es mag sein, dass an den Ufern des Jangtse der Reisanbau eine Jahrtausende lange Tradition hat, auch in Japan oder Indien ist Reis das Hauptnahrungsmittel, aber es gibt auch in Europa einen traditionellen Reisanbau. Wasser spielt eine Rolle, da der heute domestizierte Reis in überfluteten Feldern angebaut wird, in Spanien ist zum Beispiel Paella gleichsam ein Nationalgericht. Der französische Bedarf an Reis wird überwiegend aus eigenem Anbau gedeckt, auf Feldern im Rhone-Delta, in der Camarque.

In Italien ist die Poebene vornehmlich in Piemont Hauptanbaugebiet für den Reis. Reis wird in Italien seit dem 15. Jahrhundert angebaut. Es kommt nicht von ungefähr, dass neben Pasta und Pizza Reisgerichte wie Risotto zur Traditionsküche Italiens zählen. Weißkohlmarmelade gibt es übrigens am Stand von Axel Roskors.