Marktbummel

Kinderleicht: Weihnachtsgebäck

Eier bringt man ja für gewöhnlich eher mit Ostern in Verbindung. Tatsächlich spielen sie auch zu Weihnachten eine große Rolle, allerdings verschwinden sie dabei im Gebäck. Die Weihnachtsbäckerei hat ihre große Stunde. Und da kommen auch Eier vor.

 Der einfachste Teig für Weihnachtsgebäck ist der Eins-zwei-drei-Teig, den kann man sich gut merken. Damit sind die Verhältnisse der Grundzutaten gemeint: ein hundert Gramm Zucker, zwei hundert Gramm Butter, drei hundert Gramm Mehl auf ein Ei, dem Wort, das in allen Wörtern einmal enthalten ist. Bei größeren Backorgien kann man die Mengen einfach verdoppeln oder verdreifachen. Um Geschmacksvariationen zu erzielen, kann man den Zucker mit Vanillezucker vermischen, oder man kann Teile des Teiges mit Kakao dunkel färben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man knetet die Zutaten kräftig durch, bis ein geschmeidiger Mürbeteig entsteht. Den formt man zu einer Kugel und lässt ihn zugedeckt, am besten in Frischhaltefolie eingewickelt, mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen, besser über Nacht.

 Dann kommt das Nudelholz zum Einsatz. Auf bemehlter Unterlage rollt man den Teig zu einer Platte aus, etwa drei bis fünf Millimeter dick. Dann sticht man mit entsprechenden Förmchen lustige und weihnachtliche Dinge damit aus, Glöckchen, Tannenbäumchen, Sterne oder Tiere wie Giraffen, Löwen, Enten. Oder man sticht Rosetten aus oder Quadrate, je nachdem, welche Vorlieben man hat. Diese Plätzchen backt man dann auf Backpapier bei 165 Grad etwa 20 bis 30 Minuten.

 Danach erst werden die Weihnachtskekse veredelt, indem man sie zum Beispiel mit Zuckerguss bepinselt und mit Zuckerschrift bemalt. Man kann sie mit Schokolade verzieren und mit Nuss- oder Mandelscheibchen oder mit bunten Zuckerkügelchen. Auch da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Da dieser Teig nicht gerade empfindlich oder kostspielig ist, ist er das denkbar geeignete Übungsfeld auch für die kleinsten Konditoren. Das Erfolgserlebnis überzeugt, wenn Kinder es schaffen, aus einem banalen Keks in Sternform ein bunt verziertes Meisterstück zu fabrizieren.

Schon beim Ausstechen sind bemehlte Kinder mit Begeisterung bei der Sache. Und wenn man am Ende die Ergebnisse dieser Kreativleistungen auch noch essen kann: umso besser. Das fördert die Vorfreude und übt die Geduld, wenn die ausgestochenen Formen erst einmal gebacken werden und dann auch noch abkühlen müssen, bevor es mit der Weihnachtsbäckerei weitergeht.

In Keksdosen gelagert halten sich die Kekse auf jeden Fall bis Weihnachten, aber man kann sie auch in der Adventszeit essen und gegebenenfalls welche nachproduzieren, eins, zwei, drei.