Marktbummel

Möhrenkuchen mit Mandelmehl

Ostern ist das Fest der Farben. Das sieht man an den Eiern, die nun bunt daherkommen. Etwas Farbenlehre, das geht ganz einfach: Es gibt drei Grundfarben, dazu kommen die so genannten Sekundärfarben, das sind auch drei, gibt sechs. Die Grundfarben sind Rot, Gelb und Blau, die Sekundärfarben sind die Mischungen aus den je benachbarten Grundfarben, also Rot und Gelb macht Orange, Gelb und Blau macht Grün und Blau und Rot macht Violett. Diese Farben sieht man auch, wenn es regnet und trotzdem die relativ tief stehende Sonne scheint. Es sind die Regenbogenfarben, die Farben des Lichts. Alle zusammen genommen werden weiß, das nennt man additive Farbmischung.

Wenn man es mit stofflichen Farben zu tun hat, also beispielsweise mit Eiermalfarben, verhält es sich zunächst genauso: Gelb und Blau ergibt Grün und so weiter, aber wenn man da alle Farben zusammenmischt, wird alles Schwarz. Das nennt man subtraktive Farbmischung.

Viele Menschen, vor allem kleine, glauben, dass Hasen die Eier hartkochen, anmalen und verstecken. Als Lohn für ihre Arbeit sollen die Hasen ihren Lieblingskuchen bekommen, einen Möhrenkuchen. Dafür putzt man 300 Gramm Möhren und reibt sie fein. Man teilt fünf Eier, also keine bunt bemalten, hart gekochten, sondern rohe. Das Eiweiß schlägt man zu steifem Schnee. Das Eigelb schlägt man mit 200 Gramm Zucker, einem Tütchen Vanillezucker und 50 Gramm Butter sehr schaumig. Dann gibt man die Möhren dazu.

Dann rührt man 300 Gramm Mandelmehl dazu, würzt mit etwas Zimtpulver, weniger Nelkenpulver und einer Spur geriebener Muskatnuss. Danach hebt man vorsichtig den Eischnee unter und füllt die Masse in eine gebutterte Springform. Man backt den Kuchen für eine knappe Stunde bei etwa 180 Grad, lässt ihn abkühlen und verziert ihn noch.

Dafür rührt man 250 Gramm Puderzucker mit zwei, drei Esslöffeln Wasser glatt und überzieht damit den Kuchen. Aus 100 Gramm Marzipan formt man Karotten, indem man zwei Drittel rötlich-gelblich einfärbt und zu keilförmigen Karotten formt. Ein Drittel wird grün eingefärbt, daraus werden Blättchen geformt. Man drapiert zwölf Karotten mit Blattgrün auf dem Kuchen und stellt ihn dann in den Garten oder in die Feldmark, quatsch, niemand glaubt wirklich an den Osterhasen. Deshalb essen wir den Kuchen selber.