Nachbarn

Hinweise zu Umgangsformen

Von Sabine Egge-Witt 

Meldorf - Susanne Koch, Sozialpädagogin im BQM, Bildung und Qualifizierung Meldorf, ist sich sicher: „Schlechte Manieren bei der Berufswahl – kannste kniggen.“ Um dem entgegenzuwirken, organisierte sie gemeinsam mit Sabine Egge-Witt von der Bildungskette im Amt Mitteldithmarschen (BK MD) ein Projekt. 

Es ging darum, 20 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren mit Umgangsformen und Etiketteregeln vertraut zu machen. Blickkontakt bei der Begrüßung, angemessener Händedruck, Anklopfen vorm Eintreten, in geschlossenen Räumen die Kopfbedeckung abnehmen – was anfangs vielleicht banal klingt, gilt in fast allen Lebensbereichen, vor allem im Beruf. Das Projekt wurde an drei Aktionstagen durchgeführt. Am ersten Tag erhielten Jugendliche und junge Erwachsenen grundsätzliche Hinweise zu angemessenen Umgangsformen und korrektem Verhalten gegenüber anderen. Im beruflichen Alltag spielen Kunden, Kollegen und Vorgesetzte eine besondere Rolle. Sie lernten, wie man sich richtig vorstellt und übten den Umgang mit Selbstverständlichkeiten, wie Pünktlichkeit und Rücksichtnahme. Gelerntes Wissen wurde durch Rollenspiele vertieft.

Wie können digitale und soziale Medien sinnvoll genutzt werden und wann sind sie problematisch? Auf diese Fragen ging Bjoern Petersen vom Offenen Kanal Westküste am zweiten Tag näher ein. Abschließend stand ein Besuch des Hotels Küstenperle in Büsum auf dem Programm. Alle zeigten sich bei der Betriebsbesichtigung begeistert von der Vielfältigkeit und der modernen Atmosphäre. „Wir lernten viel über die unterschiedlichen Berufsfelder und über die richtige Tischkultur“, teilte ein junger Erwachsener mit. Zum Abschluss wurde ein mehrgängiges Mittagessen serviert, bei dem das Gelernte gleich umgesetzt wurde. „Es ist wichtig, dass Jugendliche die Benimmregeln kennen, damit sie diese, wenn‘s drauf ankommt, etwa beim Vorstellungsgespräch, angemessen anwenden können“, erklärte Sabine Egge-Witt.