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Projekt Juniorwahl

von Redaktion Montag, 25. September 2017 12:56 Uhr


 

Von Claudia Brandt

Büsum - Seit dem Frühjahr wurden Schüler im Rahmen des Politikunterrichts, aber auch fächerübergreifend auf die Juniorwahl vorbereitet. Kurz vor der Bundestagswahl fanden die Wahlen an Schulen statt. Auch die Schule am Meer führte eine Wahlsimulation durch.

Seit 1999 existiert das Projekt zur politischen Bildung an weiterführenden Schulen der gesamten Bundesrepublik sowie an deutschen Auslandsschulen. Schirmherr ist der Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert. Zur Bundestagswahl war nun eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen: 3478 Schulen und eine Million Schüler nahmen teil. An der Schule am Meer in Büsum waren zur Wahlsimulation 261 Schüler aus zwölf Klassen ab Stufe acht aufgerufen, ihre Kreuze zu machen. Wahlvorstand, Wahlhelfer, Wahlbenachrichtigungen und Stimmzettel sowie ein Wahllokal mit Wahlkabinen und Wahlurne machten den Wahlakt sehr realitätsnah. Mit Engagement und regem Interesse beteiligten sich die Schüler und übernahmen ehrenamtliche Aufgaben rund um die Wahl. 

Bernd Hansen, stellvertretender Schulleiter der Schule am Meer, betreute gemeinsam mit Ann-Christin Wien das Schulprojekt vor Ort. „Das ist schon eine gute Sache, weil es ein schulformübergreifendes Projekt ist“, erläuterte Bernd Hansen und fügte hinzu: „Obwohl es eine Simulation ist, ist es für die Schüler herausfordernd, denn in der Wahlkabine verspüren sie genau wie in der Realsituation den ‚Zwang zur Entscheidung‘. Es geht nicht darum, den Wahlvorgang mit den zukünftigen Wählern zu üben. Vielmehr tragen die vorbereitenden Aufgaben im Rahmen des WiPo-Unterrichts zur Meinungsbildung und Entscheidungsfindung bei.“ Insgesamt 232 Schüler gaben ihren Stimmzettel ab; das entsprach einer Wahlbeteiligung von 88,9 Prozent. Die Auszählung ergab folgendes Wahlergebnis: CDU 34,4 Prozent - SPD 20,1 - Grüne 14,3 - FDP 10,7 - Die Linke 8,5 - AfD 8,0 und Sonstige Parteien 3,4.





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