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Projekttag wiederholt

Von Rieke Claußen 

HEIDE Nach dem Klimaschock(t)-Projekttag 2019 am Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) stand fest: So einen Tag soll es wieder geben. Also machte sich das Team mit Malin Weiß, Luana Marsau, Karla Munsche, Jenna Nissen, Lilly Raabe, Hannah Dedert, Greta Szkrybajlo und Rieke Claußen an die Organisation.

Der Klimawandel ist die aktuell größte Herausforderung. Der Meeresspiegel steigt und Extremwetterereignisse wie Stürme, Dürre und Waldbrände häufen sich. Lässt sich die globale Erwärmung noch begrenzen oder schlittert die Menschheit in eine Heißzeit? Wie muss Klimapolitik heute aussehen und was kann der Einzelne für den Klimaschutz tun, um die erforderlichen Ziele zu erreichen? Das Thema betrifft die junge Generation besonders, zumal sie die Zukunft vor sich hat. Das wurde in Beiträgen von Referenten deutlich. Klimatische Veränderungen betreffen besonders die Küstenregion. So stehen Aspekte wie Verkehr, Mobilität und Ernährungsweise vor enormen Umbrüchen. 

Den zehnten und elften Jahrgang des WHG informierte Rainer Karstens vom Westhof über nachhaltige Landwirtschaft, während Kay Haalck von der Entwicklungsagentur Heide das Projekt Reallabor Westküste100 vorstellte. Konkret soll an der Raffinerie Heide eine Elektrolyse-Anlage gebaut werden, in der aus überschüssigem Windstrom der Region Wasserstoff hergestellt wird. Der Wasserstoff soll dann ins Gasnetz eingespeist und das, was übrig bleibt, in unterirdischen Kavernen gespeichert werden. Außerdem plant die Raffinerie, mit dem Wasserstoff umweltfreundlichen Flugzeugtreibstoff zu produzieren.

Den Projekttag bereicherten Vertreter von Fridays for Future sowie Dr. Cathleen Schlundt und Annette Kock vom Geomar Kiel. Außerdem informierten Marlies Wiegand, Katharina Prehn, Britta Karstens und Dr. Frank Schiller von der Fachhochschule Westküste die Schüler der Oberstufe über Szenarien der Energiewende, die Zukunft des Wasserstoffs und die Wahrnehmung des Klimawandels in der Öffentlichkeit.

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