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Papst Franziskus: «Die Angst macht verrückt»

Rom/Panama (dpa) - Papst Franziskus hat auf seinem Weg nach Panama Kritik an der Grenzbefestigung zwischen den USA und Mexiko geübt. «Die Angst macht verrückt», sagte der Papst zu einem der Journalisten im Papst-Flieger, der ihm von seiner Erfahrung in Tijuana erzählte.

Das Thema Migration wird auf dem Weltjugendtag eine Rolle spielen, zu dem der Papst unterwegs ist. Panama liegt auf der Route der Migranten, die Jahr für Jahr zu Hunderttausenden wegen Armut, Gewalt und Korruption ihre Heimatländer in Südamerika in Richtung der Vereinigten Staaten verlassen.

Auf dem Flug kündigte der Papst außerdem an, im November nach Japan zu reisen. «Bereite dich vor», sagte er zu einem japanischen Journalisten.

Die Auslandsreise nach Panama ist bereits die 26., die Papst Franziskus unternimmt. Vor ihm war lediglich Papst Johannes Paul II. für einen Kurzbesuch in dem mittelamerikanischen Land.

Die Organisatoren des Weltjugendtages der katholischen Kirche in Panama korrigierten unterdessen die Zahl der teilnehmenden Pilger erneut nach unten korrigiert. Kurz vor der Ankunft des Papstes teilten die Veranstalter mit, es hätten sich mehr als 100.000 Pilger aus 156 Ländern für das noch bis zum Sonntag dauernde Fest der katholischen Jugend in dem lateinamerikanischen Land registriert. Zuletzt hatte der Vatikan noch bekanntgegeben, es würden 15. 000 Wallfahrer erwartet - einige Wochen davor war sogar von mehr als 200.000 teilnehmenden Pilgern die Rede gewesen.

Aus Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz rund 2300 Pilger vor Ort. Vor allem bei der Abschlussmesse am Sonntag, an der nicht nur Jugendliche teilnehmen können, werden aber deutlich mehr Menschen erwartet.

Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. An wechselnden Orten kommen zu diesem Anlass katholische Jugendliche aus aller Welt zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Der jetzige Weltjugendtag ist nach den Veranstaltungen in Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013) der dritte in Lateinamerika.