Neumünster

249 neue Asylsuchende im Norden eingetroffen

Kiel (dpa/lno) - Im August sind 249 Asylsuchende nach Schleswig-Holstein gekommen und damit 8 Prozent mehr als im Juli. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht des Landesamtes für Zuwanderung und Flüchtlinge hervor. Damit kamen in den ersten acht Monaten des Jahres 2029 Menschen ins Land, nach 1861 im Vorjahreszeitraum.

Der Vorjahresvergleich ist wegen der Corona-Lage 2020 nur bedingt aussagekräftig. Im vorigen Jahr hatte Schleswig-Holstein 3804 Asylsuchende aufgenommen. 161 der im August eingetroffenen Menschen wurden in andere Bundesländer weitergeleitet. Die drei zugangsstärksten Länder waren Syrien (68), Afghanistan (57) und Irak (49).

Im Rahmen des Landesaufnahmeprogramms hat das Land im August nach Angaben des Landesamts 52 Menschen aufgenommen. Darüber hinaus kamen im August 100 Menschen im Zuge der Evakuierungen aus Afghanistan nach Schleswig-Holstein. Dabei handelte es sich um Ortskräfte und deren Familien sowie um andere Menschen, die bedroht waren, weil sie sich zum Beispiel für Frauenrechte oder Meinungsfreiheit eingesetzt haben. Diese beantragen kein Asyl, sondern bekommen eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.

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