Kiel

Bundestagswahl: Grüne setzt auf Direktmandat für Habeck

Kiel (dpa/lno) - Die Landesspitze der schleswig-holsteinischen Grünen sieht gute Chancen für ein Direktmandat von Parteichef Robert Habeck bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr. «Ich halte das für eine realistische Option», sagte der Landesvorsitzende Steffen Regis am Samstag in Kiel am Rande eines digitalen Landesparteitags. Habeck will den Wahlkreis 1 (Flensburg-Schleswig) gewinnen und damit der CDU-Bundestagsabgeordneten Petra Nicolaisen das Direktmandat abnehmen.

Habeck wohnt in Flensburg. Das Gefühl, «Der Robert ist einer von uns», sei nicht nur bei den Grünen da, sagte die Co-Landesvorsitzende Ann-Kathrin Tranziska. Bei den Grünen gebe es weiterhin eine extrem hohe Identifikation mit Habeck als Bundesvorsitzendem, sagte Regis. Nach seinen Angaben ist die Mitgliederzahl bei den Nord-Grünen in der Corona-Zeit noch einmal um etwa 100 auf jetzt 4620 gestiegen.

Eigentlich wollten die Grünen am Samstag in Büdelsdorf ihre Landesliste zur Bundestagswahl aufstellen, aber wegen der Corona-Pandemie wurde dies verschoben. Habeck bewirbt sich nach der Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg um Listenplatz zwei.