Schleswig-Holstein

Frühe Grippewelle auch im Norden

Kiel (dpa/lno) - Auch in Schleswig-Holstein hat frühzeitig eine Grippewelle begonnen. In den vergangenen vier Wochen wurden im Land 342 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. In der vorigen Woche seien es 159 gewesen und damit doppelt so viele wie in der Vorwoche. Schwerpunkt ist Kiel mit zuletzt 43 gemeldeten Fällen in der Woche. Die Grippesaison habe wie vorhergesagt diesmal außerordentlich früh begonnen, konstatierte das Ministerium. Normalerweise beginnt die Erkrankungswelle erst zum Jahreswechsel.

Das Gesundheitsministerium verwies darauf, dass an den 15 Corona-Impfstellen im Land seit dem 2. November auch Grippeschutzimpfungen verabreicht werden. Dieses Angebot werde gut angenommen. So habe es in den Impfstellen bisher knapp 7000 Grippeschutz-Impfungen gegeben. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) wertete dies angesichts der begonnenen Grippewelle als gutes Zeichen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeschutzimpfung besonders für Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke, Frauen ab dem vierten Schwangerschaftsmonat, medizinisches Personal und Beschäftigte in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr.

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