Schleswig

Gericht: Möbelhäuser im Kreis Segeberg bleiben geschlossen

Schleswig (dpa/lno) - Die weitgehende Schließung des Einzelhandels im Kreis Segeberg bleibt zunächst bestehen. Das hat das Verwaltungsgericht in Schleswig in einer Eilentscheidung beschlossen, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Ein in Bad Segeberg ansässiges Möbelhaus hatte gegen die entsprechende Anordnung des Kreises mit der Begründung geklagt, dadurch würden Baumärkte gegenüber Möbelhäusern bevorzugt.

Der Kreis hatte am 30. März mit einer Allgemeinverfügung wegen hoher Infektionszahlen die erneute Schließung von weiten Bereichen des Einzelhandels angeordnet. Ausgenommen davon waren unter anderem Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Gärtnereien und Baumärkte.

Obwohl sich die Sortimente der Antragstellerin in Randbereichen mit denen von Baumärkten überschnitten, sahen die Richter den Angaben zufolge keine Schlechterstellung des Möbelhauses im Vergleich zu Baumärkten. Während im Möbelhaus überwiegend Möbel, Leuchten und Teppichwaren verkauft würden, erfüllten Baumärkte mit Blick auf Wartung und Reparatur bei Privatpersonen und Materialversorgung von Gewerbetreibenden einen besonderen Versorgungsbedarf, sagte ein Gerichtssprecher. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

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