Itzehoe

Günther: Erinnerung an NS-Opfer wachhalten

Itzehoe (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat zu entschlossenem Handeln gegen Rechtsextremismus aufgerufen. «Wer die Demokratie schützen und stärken will, muss die Erinnerung wachhalten», erklärte der CDU-Politiker laut Staatskanzlei am Sonntag. In Itzehoe gedachte Günther an einem Mahnmal mit einer Kranzniederlegung der Opfer des Nationalsozialismus. Das 1946 als erstes seiner Art in Nordeuropa entstandene Mahnmal sei ein Ort des Erinnerns und der Scham angesichts deutscher Gräueltaten. Schweigen sei keine Option, sondern könne töten.

«Wir Deutsche haben eine besondere Verantwortung. Deshalb müssen wir auch zusammenstehen und aufstehen, wenn rechte Gewalt und Antisemitismus zunehmen», äußerte der Kieler Regierungschef einen Tag vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Sowjetarmee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz befreit.

«Wir müssen Extremismus und Judenhass klare Worte und Taten entgegensetzen», sagte Günther. Es sei der gemeinsame Auftrag der Demokraten, das Wort zu ergreifen und dagegenzuhalten. Den Bau des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Itzehoe hatte der deutsch-ungarische Filmproduzent Gyula Trebitsch initiiert.