Berlin

Häfen im Norden mit Zuwächsen bei Ladung und Passagieren

Berlin/Kiel (dpa/lno) - Die Häfen in Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr mehr als 13,2 Millionen Passagiere gezählt und damit 3,4 Prozent mehr als 2018. Die umgeschlagene Ladungsmenge wuchs um rund ein Prozent auf 53 Millionen Tonnen. Diese Zahlen nannte der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) am Donnerstag bei einem «Maritimen Frühstück» in Berlin. Daran nahm Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) ebenso teil wie Bundestagsabgeordnete und der Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann (CDU).

«Die Häfen in Schleswig-Holstein sind Knotenpunkte des internationalen Handels und Personenverkehrs und profitieren von der Lage an zwei Küsten, so dass unterschiedlichste Zielmärkte bedient werden können», sagte der GvSH-Vorstandsvorsitzende Frank Schnabel. Minister Buchholz nannte die Hafenwirtschaft einen zentralen Wirtschaftszweig des Landes. «Die maritime Wirtschaft genießt nicht nur wegen der geografischen Lage unseres Bundeslandes von Seiten der Landesregierung höchste Priorität, sie ist Garant für Wertschöpfung und Arbeitsplätze.»

Eine wichtige Rolle spielte in Berlin ein besserer Umweltschutz. Die Versorgung von Schiffen mit Landstrom kommt weiter voran. So entsteht in Kiel die modernste Landstromanlage Europas. Sie wird künftig Kreuzfahrtschiffe und Schweden-Fähren während der Hafenliegezeiten versorgen. Die Norwegen-Fähren können schon seit einiger Zeit Landstrom «tanken». In Lübeck gibt es eine entsprechende Anlage seit 2008. Bereits seit Jahrzehnten nehmen die Fähren Landstrom auf, die nach Amrum und Föhr fahren. Das ist Ökostrom aus der Region.

Die Reederei Scandlines plant eine Landstromanlage in Puttgarden. In Brunsbüttel läuft eine Machbarkeitsprüfung.