Sierksdorf

Mit Maske in Achterbahn: Hansapark und Tolk-Schau geöffnet

Sierksdorf (dpa/lno) - Mit mehr als drei Monaten coronabedingter Verspätung hat der Hansapark in Sierksdorf am Dienstag seine Tore wieder geöffnet. Um 10.00 Uhr durften die ersten Besucher auf das Gelände, wie eine Sprecherin des Parks bestätigte. Die Besucher hatten ihre Eintrittskarten zuvor online gekauft. Die Zahl der Gäste pro Tag ist noch begrenzt. Das werde bis auf Weiteres auch so bleiben, um zu großes Gedränge zu vermeiden, sagte die Sprecherin.

Normalerweise werden an einem Tag in den Sommerferien nach Angaben von Parkchef Andreas Leicht um die 10 000 Besucher gezählt. Zur gegenwärtig zulässigen Höchstzahl wollte er sich am Dienstag nicht äußern. «Wir überprüfen die Höchstzahlen täglich und korrigieren sie immer wieder, je nachdem wie sich die Infektionszahlen entwickeln», sagte er.

Unter den ersten Besuchern am Dienstag waren auch zahlreiche eingefleischte Hansapark-Fans. «Ich bin richtig froh, dass es wieder losgeht», sagte Tim Schmidt nach seiner ersten Fahrt mit dem Freifallturm «Highlander». Die in allen Fahrattraktionen vorgeschriebene Maske habe ihn überhaupt nicht gestört. «Es hat sich genau so angefühlt wie ohne Maske», sagte der Schüler aus Lübeck.

Auch für Sebastian Heetfeld aus Iserlohn in Nordrhein-Westfalen konnte die Mund-Nase-Bedeckung den Spaß nicht trüben. «Ich bin großer Fan von Freizeitparks und freue mich sehr, dass ich in meinem Urlaub den Neustart des Hansaparks miterleben kann», sagte er.

Der Park unmittelbar an der Lübecker Bucht hatte eigentlich nach der Winterpause am 28. März wieder öffnen sollen. Mitten in den Saisonvorbereitungen war dann am 15. März die Anordnung des Lockdowns gekommen. «Wir haben den Tag der Wiedereröffnung natürlich herbeigesehnt, aber wir haben uns Zeit gelassen und wollten nichts überstürzen», sagte Leicht. Als Familienpark sei es dem Unternehmen wichtig gewesen, nicht vor den Grundschulen und Kitas wieder zu öffnen, sagte er.

Neben Urlauberfamilien aus den nahen Ostseebädern schlenderten auch viele Jugendliche in kleinen Gruppen über das rund 46 Hektar große Gelände. Josephine Kunert, Schülerin aus Hamburg, war mit einer Freundin in den Hansapark gekommen. Eigentlich halte sie die Maskenpflicht für etwas übertrieben, aber andererseits sei eine gewisse Vorsicht auch angebracht, sagte sie. «Im Endeffekt hat mich die Maske in der Achterbahn weniger gestört, als ich befürchtet hatte.»

Auch Parkchef Leicht versicherte: «Ich habe es selbst ausprobiert, nach spätestens zehn Sekunden in der Achterbahn vergisst man, dass man eine Maske trägt.»

Maske tragen muss man auch im Familienfreizeitpark Tolk-Schau bei Schleswig, der seit dem zurückliegenden Wochenende wieder geöffnet ist. Auch hier sind Karten nur online buchbar.