Kiel

Holstein-Sportchef Stöver schließt Winter-Abgänge nicht aus

Kiel (dpa) - Sportdirektor Uwe Stöver hat Abgänge beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel in der Winterpause grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Ich habe mich im Laufe der Jahre davon freigemacht, Dinge auszuschließen», sagte der 52-Jährige in einem Interview mit den «Kieler Nachrichten» (Montag-Ausgabe). «Wenn ein Verein aus der Premier League kommt und zwölf Millionen Euro hinlegt, kann ich schlecht nein sagen.»

Der Tabellenzwölfte hatte in den vergangenen Jahren immer wieder starke Umbrüche erlebt und mehrere Leistungsträger abgeben müssen. Das hätten sich der Verein und die handelnden Personen «sicherlich auch nicht so gewünscht», meinte Stöver. «Aber das ist der Lauf der Dinge, wenn Spieler sich ins Rampenlicht spielen. Dagegen kann man sich nur sehr selten wehren.»

Stöver war Anfang Oktober als Nachfolger von Fabian Wohlgemuth zu den Kielern gekommen. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Beförderung von Ole Werner vom Interims- zum Cheftrainer. «Es gab viele Dinge, die für ihn gesprochen haben», sagte Stöver über den erst 31 Jahre alten Holstein-Trainer. «Und es gab viele Dinge, die gegen andere Kandidaten gesprochen haben.» Werner ersetzte den nach nur wenigen Spielen beurlaubten André Schubert.

Das Restprogramm des Jahres nannte Stöver «weiterhin anspruchsvoll». Bis zur Winterpause müssen die Norddeutschen in fünf Punktspielen viermal auswärts antreten. «Jetzt geht es darum, gegen Mannschaften zu bestehen, die tabellarisch nicht weit von uns weg sind.» Die nächste Partie der Kieler steht am Samstag beim Letzten Wehen Wiesbaden an.