Kiel

Kieler Ex-OB Luckhardt gestorben

Kiel (dpa/lno) - Der ehemalige Kieler Oberbürgermeister Karl Heinz Luckhardt ist tot. Wie die Landeshauptstadt am Montag mitteilte, starb Luckhardt am Sonntag im Alter von 87 Jahren. Der SPD-Politiker stand von 1980 bis 1992 an der Spitze der Kieler Stadtverwaltung. «Karl Heinz Luckhardt war eine herausragende Persönlichkeit in Kiels Politik und Verwaltung», erklärten Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (beide SPD). «Wir verlieren mit ihm einen engagierten, bürgernahen und streitbaren Menschen und Politiker.»

Luckhardt habe sich intensiv für neue Partnerschaften im Ostseeraum eingesetzt und die Idee der «kommunalen Außenpolitik» mit Leben gefüllt. Sein Name sei zudem eng mit wichtigen Schritten zum Wandel der Innenstadt und mit dem Aufbau einer bürgerfreundlicheren Verwaltung verknüpft.

Der gebürtige Bochumer absolvierte eine Malerlehre und arbeitete fast 15 Jahre lang als Maler und Kranführer in einem Stahlwerk. Er studierte Volkswirtschaftslehre, arbeitete für die SPD-Fraktion im Landtag und wurde 1971 selbst in das Parlament gewählt.

Am 1. November 1980 trat er sein Amt als Oberbürgermeister an. Nach seiner zweiten sechsjährigen Wahlperiode ging Luckhardt 1992 in den Ruhestand. Er spielte Gitarre und als passioniertem Gärtner gelang ihm die Neuzüchtung der Tomatoffel aus Tomate und Kartoffel.