Kiel

Kiels neuer Sportchef Stöver lässt Trainerfrage offen

Kiel (dpa) - Holstein Kiels neuer Sportdirektor Uwe Stöver hat offen gelassen, ob er beim abstiegsgefährdeten Fußball-Zweitligisten weiter auf Interimscoach Ole Werner bauen wird. «Ich habe mit Ole schon ein längeres Gespräch geführt und es werden weitere Gespräche folgen. Ich brauche etwas Zeit, damit ich eine fundierte Entscheidung treffen kann», sagte Stöver am Mittwoch bei seiner offiziellen Vorstellung in Kiel. Er kenne Werner schon länger und habe «eine ganz hohe Meinung» von ihm. Aber: «Wir müssen gucken, ob wir das gemeinsam hinkriegen.» Denn Werner macht derzeit nebenher in Hennef seinen Fußball-Lehrer.

Nach einer Serie von Misserfolgen war bei den Störchen im September erst Trainer André Schubert und am vergangenen Montag dann auch Stövers Vorgänger Fabian Wohlgemuth beurlaubt worden. «Wenn man nach neun Spielen acht Punkte hat, liegen die Dinge auf der Hand. Dann ist Abstiegskampf angesagt», meinte Stöver realistisch. Und betonte: «Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um die Zielsetzung des Vereins, Holstein Kiel weiter in der 2. Liga zu etablieren, zu erreichen.»

Er ist ein alter Bekannter in Kiel: Von Dezember 2015 bis Mai 2016 war Stöver Geschäftsführer Sport bei Holstein. Zuletzt stand er bis April als Sportchef beim Ligarivalen FC St. Pauli unter Vertrag. Dort leistete er erfolgreiche Arbeit, musste jedoch gehen, weil er sich gegen die Trennung von Trainer Markus Kauczinski ausgesprochen hatte.