Rendsburg

Kraftakt zum Saisonabschluss: Ruder-Achter startet

Rendsburg (dpa/lno) - Monatelang musste sich die Crew aus dem Deutschland-Achter nur mit Training begnügen, nun gibt es gleich zwei Wettkämpfe in einer Woche. Nur sieben Tage nach der erfolgreichen Titelverteidigung bei der EM in Posen tritt das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei der 20. Auflage des SH Netz Cups auf dem Nord-Ostsee-Kanal an. Gegner auf der 12,7 Kilometer langen Strecke von Breiholz bis zur Rendsburger Eisenbahnhochbrücke am Sonntag (14.30 Uhr) ist der EM-Dritte aus den Niederlanden und das Team aus Polen.

Zum Abschluss der von der Corona-Pandemie überschatteten Saison mit der Verlegung der Olympischen Spiele von Tokio und der Absage der Weltcups strebt die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) bei der Traditionsregatta den insgesamt 15. Erfolg an. Die nur kurze Pause nach dem Erfolg von Posen kann die Vorfreude von Ocik nicht schmälern: «Wir sind dankbar für jeden Wettkampf, den wir kriegen können.» Ähnlich sieht es Trainer Uwe Bender: «Rendsburg ist auch medienwirksam. Deshalb ist es für den Rudersport eine gute Sache.»

Der Achter-Coach hofft, dass sich die dramatischen Szenen aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholen. Bei dem vom Veranstalter als «härtestes Ruderrennen der Welt» bezeichneten Kräftemessen waren zwei Ruderer einem Kollaps nahe. Sowohl Christopher Reinhardt (Dorsten) als auch der Niederländer Jacob van de Kerkhof kämpften mit Kreislaufproblemen, setzten zwischenzeitlich mit dem Rudern aus und lagen auf ihren Rollsitzen. Der Sieg der Deutschen geriet deshalb zur Nebensache. «Das war schrecklich», kommentierte Bender.