Kiel

Millionenförderung für Kieler Innovationsprojekt

Kiel (dpa/lno) - Ein Team aus rund 50 Forschern des Kieler Projekts «BlueHealthTech» erhält vom Bund bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Das Team will Erkenntnisse aus der Meeresforschung auf Medizin sowie Gesundheitswirtschaft übertragen und chronische Erkrankungen wie Diabetes, Gefäßverkalkungen oder Alzheimer frühzeitig erkennen und behandeln, wie das Technologieministerium am Mittwoch in Kiel mitteilte. Die Förderung ist auf sechs Jahre angelegt.

Zu dem Projekt gehören Experten des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Medizintechnik-Firma Stryker Trauma, der Christian-Albrechts-Universität und des Universitätsklinikums.

Mit dem Geld wollen die Forscher verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der Region Kiel mit den dort ansässigen Forschungseinrichtungen und Firmen der Gesundheitswirtschaft anstoßen. «Dabei sollen neben innovativen Diagnoseverfahren auch aus Algen gewonnene, marine und medizinische Wirkstoffe im Fokus der Forschung und der Ausgründungen von Start-ups stehen», sagte Geomar-Koordinator Anton Eisenhauer.

Technologieminister Bernd Buchholz (FDP) verwies auf das wirtschaftliche Potenzial des Projekts. So gebe das deutsche Gesundheitswesen allein für die sieben häufigsten chronischen Krankheiten rund 220 Milliarden Euro jährlich aus.

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