Brunsbüttel

Ministerium sieht Fehler im Akw Brunsbüttel

Brunsbüttel/Kiel (dpa/lno) - In dem seit Jahren abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel hat es erneut Probleme mit einer Brandschutzklappe gegeben. In der vergangenen Woche sei bei einer Prüfung festgestellt worden, dass im unabhängigen Notstandssystem des Kraftwerks eine Klappe versagt habe, teilte das Energieministerium in Kiel am Dienstag mit. Diese konnte demnach nicht über den zugehörigen Brandmelder geschlossen werden. Im Falle eines Brandes hätte sich damit Rauch ausbreiten können. Die Ursache muss noch geklärt werden. Brandschutzklappen haben die Aufgabe, bei einem Feuer nebeneinanderliegende Brandabschnitte abzugrenzen.

In Anbetracht wiederholten Schließversagens und weiterer Auffälligkeiten an Brandschutzklappen habe die Atomaufsicht nunmehr eingehende Untersuchungen und eine systematische Aufarbeitung der Abweichungen veranlasst, hieß es.

Im August hatte das Ministerium moniert, bei der Instandhaltung von Brandschutzklappen sei mit nicht zugelassenem Dichtungsmaterial gearbeitet worden. Betreiber Vattenfall habe vermutlich mehrfach neuartiges Dichtungsmaterial eingesetzt, ohne vorher zu prüfen, ob das Material den Vorgaben des Herstellers der Brandschutzklappen entsprochen habe. Vattenfall erklärte dazu, es habe eine formale Abweichung vorgelegen, die Brandschutzfunktion sei erfüllt. Das Akw in Brunsbüttel ist seit 2007 abgeschaltet. Es soll abgerissen werden.