Flensburg

Nach Gewaltritualen: Handballverband für Beratungsstelle

Flensburg (dpa/lno) - Nach Bekanntwerden von gewaltsamen Ritualen an der Flensburger Handballakademie plädiert der Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH) für eine Beratungsstelle außerhalb der Vereine. «Wir werden jetzt ein Konzept entwickeln, wie wir Jugendlichen und Eltern die Möglichkeit geben, sich vertraulich über ihre Sorgen auszutauschen», sagte Dierk Petersen, Präsident des HVSH, am Mittwoch dem NDR. Er denke über eine Art Vertrauensperson nach, die vom Verband oder vom Kinderschutzbund gestellt werden könne.

Nach Berichten von «Spiegel online» und NDR wurden einem Jugendspieler im März 2016 mit einer Rohrzange die Brustwarzen umgedreht. «Seit dem Vorfall sind keine weiteren Vorfälle bekannt geworden. Das hat sich anhand der regelmäßigen Gespräche aber auch aufgrund direkter Befragungen der Bewohner ergeben. Die in Medienberichten geäußerten anderslautenden Vermutungen unter Bezugnahme auf Gerüchte entbehren daher der Grundlage und werden von uns zurückgewiesen», teilte die Flensburg Akademie GmbH mit.

Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen unbekannt eingeleitet.