Kiel

Nord-Grüne verlangen Produktion von Schutzkleidung im Land

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein muss nach Forderungen der Grünen als Konsequenz aus der Corona-Pandemie ausreichend Schutzkleidung für medizinisches Personal und für Pflegekräfte im eigenen Land herstellen. «Es darf nie wieder passieren, dass wir für unser Personal in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen keine Schutzkleidung haben», erklärte am Freitag die Gesundheitspolitikerin Marret Bohn. «Damit machen wir uns unabhängig von globalen Lieferketten, die in Pandemiezeiten unterbrochen sind», meinte sie zu der Forderung nach dem Aufbau einer eigenen Produktion von Schutzkleidung im Land.

Die Warnungen vor einer zweiten Infektionswelle nähmen die Grünen sehr ernst, sagte die Ärztin Bohn. «Zu den Maßnahmen, die wir ergreifen müssen, gehört auch die landesweite Produktion von Medikamenten, bei denen ein Lieferengpass besteht.» Einen Engpass gebe es zurzeit bei verschiedenen Medikamenten für Intensivstationen. Die Apotheke des Universitätsklinikums habe als eine von sechs Krankenhausapotheken in Deutschland die Genehmigung und den Auftrag der Bundesregierung erhalten, das Narkosemittel Midazolam selbst herzustellen und andere Krankenhäuser zu versorgen, erläuterte Bohn. «Dies muss auch bei der Produktion von anderen Medikamenten möglich sein.»