Helgoland

Projekt geht Plastikmüll in Basstölpelnestern auf den Grund

Helgoland (dpa/lno) - Das Ausmaß der Plastikverschmutzung in der Helgoländer Basstölpelkolonie soll erstmals wissenschaftlich untersucht werden. Auch die Auswirkungen auf die Population sowie die Herkunft des Plastiks werden in dem Anfang des Jahres gestarteten Projekt unter die Lupe genommen, teilte der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur mit. Auf Helgoland bauen fast alle Basstölpel - eine Hochseevogelart, die deutschlandweit nur hier brütet - Plastik in ihre Nester ein. Dies ist auch eine Gefahr für andere Seevogelarten, die ebenfalls dort brüten, wie der Projektverantwortliche Elmar Ballstaedt sagte.

Am Helgoländer Fels werde in der Basstölpel-Kolonie das globale Plastikproblem für viele Menschen sichtbar, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer der Deutschen Presse-Agentur. Das Projekt gehe an die Ursachen und könne Lösungswege aufzeigen, damit die Politik die Rahmenbedingungen unter anderem im Fischfang verändern könne. Die Gemeinde Helgoland unterstützt das Projekt, indem sie Ballstaedts Arbeit vier Jahre lang finanziert.