Kiel

Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein

Kiel (dpa/lno) - Im Tarifkonflikt um die Gehälter von rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Deutschland hat die Gewerkschaft Verdi für Montag zu landesweiten Warnstreiks in Schleswig-Holstein aufgerufen. Für eine zentrale Kundgebung in Kiel rechnet Verdi mit bis zu 1000 Teilnehmern.

Nach Angaben der Gewerkschaft werden von den ganztägigen Warnstreiks Stadtwerke, Stadtverwaltungen und Entsorgungsbetriebe ebenso betroffen sein wie Wasser- und Schifffahrtsämter, Theater, kommunale Krankenhäuser, Kitas, Rettungsdienste, Sparkassen und Arbeitsagenturen. Die Warnstreiks sollen mit dem jeweiligen Frühdienst starten und bis zum Spätschichtende dauern. Wegen der Corona-Pandemie werde auf Abstand und Hygiene besonderer Wert gelegt. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen sei Pflicht.

Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst bleiben in Kiel am Montag 23 städtische Kitas geschlossen, kündigte die Stadt an. Neun Einrichtungen sollen eingeschränkt arbeiten, nur zwei im Vollbetrieb. Auch in der Stadtverwaltung und beim Abfallwirtschaftsbetrieb sei mit Einschränkungen zu rechnen.

Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag nächster Woche fortgesetzt werden. Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.