Flensburg

Weiter keine Landesbürgschaft für Flensburger FSG in Sicht

Kiel/Flensburg (dpa/lno) - Für die angeschlagene Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) zeichnet sich weiterhin noch keine Bürgschaft des Landes ab. Die Voraussetzung dafür wäre ein Wirtschaftsprüfer-Gutachten mit positiver Fortführungsprognose, wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Mittwoch in Kiel bekräftigte. Nach seiner Kenntnis sei ein solches Gutachten noch nicht in Auftrag gegeben worden. Woran das liege, könne er nicht sagen.

Für Mittwoch war bei der FSG eine Betriebsversammlung angesetzt. Diese beobachte er mit Spannung, sagte Buchholz. In der vergangenen Woche hatte der Finanzinvestor Lars Windhorst die Mehrheit an der Werft übernommen. Bei der FSG mit 650 fest angestellten Mitarbeitern sowie zahlreichen Leiharbeitern und über Werkverträge Beschäftigten hatten Verzögerungen bei einem Neubau erhebliche Verluste verursacht. Die Auftragsbücher sind bis 2021 gefüllt. Es gibt Aufträge für sieben Schiffe mit einem Auftragsvolumen von einer Milliarde Euro.