Schleswig-Holstein

Weiterhin relativ niedrige Steuersätze im Norden

Kiel (dpa/lno) - Die Steuersätze der Kommunen in Schleswig-Holstein sind im Ländervergleich weiterhin relativ gering. So hatte das Land bei der Grundsteuer B Ende 2019 trotz eines Anstiegs von 327 auf 334 Prozent den niedrigsten durchschnittlichen Hebesatz aller Flächenländer, wie aus einer Übersicht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Die Grundsteuer B wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben. Bezahlen müssen sie Hausbesitzer und über die Nebenkosten auch Mieter.

Keine Grundsteuer fällt nach wie vor in fünf kleinen Gemeinden an. Das sind Wesselburener Deichhausen, Hillgroven, Friedrichsgabekoog (alle Kreis Dithmarschen), Südermarsch und Norderfriedrichskoog (Nordfriesland). Den höchsten Hebesatz hat Glücksburg mit 700 Prozent. Jede fünfte Kommune erhöhte 2019 den Hebesatz. Die durchschnittliche Belastung der Schleswig-Holsteiner aus dieser Steuer stieg 2019 von 151 auf 156 Euro im Jahr. Das bedeutete Platz 8 in der Ländertabelle, nach Rang 9 im Vorjahr.

Bei der Gewerbesteuer betrug der durchschnittliche Hebesatz in Schleswig-Holstein 347 Prozent; nur in Bayern und Brandenburg war er unter den Flächenländern niedriger. Lexgaard (Kreis Nordfriesland), Hamfelde (Herzogtum Lauenburg) und Thumby (Rendsburg-Eckernförde) haben mit 250 Prozent weiterhin den niedrigsten Wert, Kiel, Lübeck und Puls (Kreis Steinburg) mit 450 den höchsten.