Schleswig-Holstein

Wohnprojekt hilft über 1000 gefährdeten Frauen und Kindern

Kiel (dpa/lno) - Mehr als 1000 von Gewalt bedrohte Frauen und Kinder haben in Schleswig-Holstein mithilfe des Projekts «Frauen_Wohnen» ein neues Zuhause gefunden. «Das ist eine sehr erfreuliche Zahl, die Mut macht», erklärte am Donnerstag Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Das Land hatte das mit jährlich 800.000 Euro geförderte Projekt 2008 ins Leben gerufen. Träger ist der Paritätische Wohlfahrtsverband.

Ein Hintergrund: Wenn von Gewalt betroffene Frauen vor dem Täter fliehen und in einem Frauenhaus Schutz suchen müssen, verlassen sie ihr Zuhause – oft für immer. Ein Auszug aus der Schutzeinrichtung ist oft auch nach Wegfall eines akuten Schutzbedarfs für manche Frauen und deren Kinder extrem schwierig, weil die Lage auf dem Wohnungsmarkt sehr angespannt ist.

Das Projekt «Frauen_Wohnen» unterstützt in landesweit sechs regionalen Servicestellen diese Frauen bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Auch nach einem Einzug bleiben die Stellen Ansprechpartner für Frauen und Vermieter. «Wir können mit dem Projekt diesen Frauen und ihren Kindern eine Zukunftsperspektive und Sicherheit bieten», erklärte Sütterlin-Waack.

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