— Kiel —

Zeugin belastet Schleuser vor Gericht: Tochter ertrank

von DPA Freitag, 14. September 2018 12:09 Uhr


Kiel (dpa/lno) - Die Mutter eines Mädchens, das bei seiner Flucht über das Mittelmeer ertrunken ist, hat den vor dem Landgericht Kiel angeklagten Iraker eindeutig als Schleuser identifiziert. Ihre Familie habe pro Mitglied 2700 US-Dollar für die Schleusung gezahlt, die im Oktober 2015 in einer Tragödie mit vier Toten endete, berichtete die 38-jährige Irakerin am Freitag vor Gericht. Ihre sechsjährige Tochter gehörte zu den Opfern auf der verunglückten Bootsfahrt von der Türkei zur griechischen Insel Lesbos. Der 28-jährige Angeklagte muss sich wegen des Todes von vier irakischen Flüchtlingen, darunter drei Kinder verantworten. Ihm wird Einschleusen mit Todesfolge vorgeworfen. Dafür drohen zwischen drei und zehn Jahren Gefängnis. Der Mann bestreitet die Vorwürfe.





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