Lübeck

Zwei neue Glocken für Lübecker Marienkirche geweiht

Lübeck (dpa/lno) - Das Festtagsgeläut der Lübecker Marienkirche ist wieder vollständig. In einem Festgottesdienst wurden am Sonntag zwei neue Glocken geweiht. Die «Ratsglocke» und die «Glocke der Gastfreundschaft» ergänzen das bislang aus sieben Glocken bestehende Geläut und machen es nach Angaben des Vorsitzenden des Marienbauvereins, Volker Schulze, zum größten Geläut in der Nordkirche. Die Patenschaft für die «Ratsglocke» übernahm Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau, Bischöfin Kirsten Fehrs wurde Patin für die «Glocke der Gastfreundschaft». Mit dieser Namensgebung wolle die Gemeinde ihre Weltoffenheit und Toleranz zeigen, sagte der Pastor der Gemeinde, Robert Pfeifer.

Der Termin für die Glockenweihe am Palmsonntag - dem Sonntag vor Ostern - hat Symbolwert. Bei der Bombardierung Lübecks durch die Alliierten am Palmsonntag 1942 gingen die historischen Glocken von St. Marien verloren. Die beiden neuen Glocken sind ein Geschenk eines hochbetagten Lübeckers an die Mariengemeinde.