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Hoffenheim auf Champions-League-Kurs - Sieg bei Schalke 04

Gelsenkirchen (dpa) - 1899 Hoffenheim und der scheidende Trainer Julian Nagelsmann greifen die Königsklassen-Plätze an. Schalke 04 bleibt nach der zehnten Saison-Heimniederlage beim peinlich hohen 2:5 (0:2) gegen die Kraichgauer indes weiter in Abstiegsgefahr.

Mit dem 50. Auswärtssieg in der Geschichte der Fußball-Bundesliga hat Hoffenheim als Tabellensechster und 50 Punkten Kontakt zu den Champions-League-Positionen hergestellt. S04 bleibt nach den Gegentreffern durch Ishak Belfodil in der 25. Minute, Andrej Kramaric (45.), Adam Szalai (65.), Nadiem Amiri (73.) und erneut Belfodil (80.) bei 27 Zählern Fünfzehnter. Für Schalke traf Daniel Caligiuri per Foulelfmeter zum 1:2 (60.). Guido Burgstaller (90.) setzte den Schlusspunkt zum 2:5.

«Das 1:3 war der K.o. für uns», sagte Caligiuri im TV-Sender Eurosport. «Solche einfache Tore gegen uns dürfen uns nicht passieren. Wir müssen bis zum Ende kämpfen. Das werden wir tun.»

Zur ungewohnten Anstoßzeit an einem Samstag um 20.30 Uhr konnten die Schalker die Begegnung eigentlich ohne zusätzlichen Druck angehen. Weil Stuttgart zuvor in Augsburg beim 0:6 ein Debakel erlebt hatte, ging die Stevens-Elf mit weiter sechs Zählern Vorsprung auf Relegationsplatz 16 in die Begegnung, in der U23-Mann Jonas Carls für die Königsblauen sein Debüt in der ersten Liga gab. Insgesamt wechselte Stevens nach dem 1:1 in Nürnberg vier Mal. 1899-Coach Nagelsmann beorderte nur Defensivspieler Ermin Bicakcic für Stürmer Adam Szalai neu in die Startformation.

Weil die offensivstarken Kraichgauer zuletzt vier von fünf Duellen für sich entschieden hatten, setzte Nagelsmanns Hoffenheimer Vorgänger Stevens vor 58.958 Zuschauern mit einer nahezu konstanten Fünfer-Reihe zunächst auf defensive Sicherheit. Doch auch nach vorn versuchten die Gastgeber, Akzente zu setzen, und hatten nach einem Freistoß von Caligiuri durch Burgstaller die erste Chance (22.) - mit der Fußspitze bugsierte er den Ball aber knapp links daneben. Zudem befand sich der Österreicher im Abseits.

Nur drei Minuten später fiel das 1:0 für Hoffenheim, als der Algerier Belfodil sich aus etwa 18 Metern ein Herz fasste und Schalke-Keeper Alexander Nübel gegen den harten Flachschuss machtlos war. Danach zogen sich die Gäste wieder zurück und lauerten auf Konter, von denen Kroatiens WM-Zweiter Kramaric kurz vor der Pause einen zum 2:0 verwertete. Pfiffe der Schalke-Fans begleiteten das Stevens-Team in die Kabine.

Die Schalker kamen eine Woche vor dem Revierderby bei Borussia Dortmund zunächst mutiger zurück und erarbeiteten sich Chancen, so etwa bei einem Caligiuri-Freistoß, den Oliver Baumann in der 57. Minute klären konnte. Nach einem Foul an Breel Embolo entschied Schiedsrichter Christian Dingert auf Strafstoß, den Caligiuri zum 1:2 verwandelte. Der eingewechselte ehemalige Schalker Szalai stellte den alten Abstand wieder her. Amiri und erneut Belfodil erhöhten sogar auf 5:1.