Wort zum Sonntag

Gegennachricht

Saatgutautomat für Bienen, ein Siebenjähriger meldet sich zur Feuerwehr an, große Geldsumme im Zug vergessen und wieder an die Besitzerin übergeben worden: Ich lese ganz gerne diese Meldungen. Sie standen auf der ersten Seite dieser Zeitung, ganz unten. Oben auf der ersten Seite stehen die großen Probleme der Welt oder auch Dithmarschens. Oft bleibt Beklemmung, wenn ich die Hauptnachrichten gelesen habe. Der kleine Artikel unten auf der Seite versöhnt mich: Es gibt auch das Gute.

Ab und zu darf ich mich freuen, dass die Liederzettel im Gottesdienst nicht reichen, weil mehr gekommen sind als gedacht. Im Gottesdienst wird eine Gegennachricht zu den Katastrophen der Welt oder des eigenen Lebens laut. Wer in die Kirche kommt, kann sich darauf einstellen, von Glaube, Liebe und Hoffnung zu hören.

Ich gehe gerne in den Gottesdienst und habe das auch schon vor meiner Berufswahl getan. Dort treffe ich Menschen, die im Herzen gut sein wollen. Dort höre ich von einem Gott, der die Liebe ist. Ich höre davon, dass unser Leben in seinen Händen liegt. Danach fühle ich mich gestärkt, mich auch den Schwierigkeiten im Alltag zu stellen.

Pastor Jochen Hose, Kirchengemeinde Marne