Wort zum Sonntag

Wer hat an der Uhr gedreht?

Kennen Sie den? Zwei Nachbarn unterhalten sich: „Mist, diese Sommerzeit!“ – „Aber warum denn?“ – „Dieses blöde Uhrenverstellen, ich musste 300 Euro Strafe zahlen.“ – „Wieso Strafe?“ – „Naja, hatte die Gas- und Wasseruhr auch zurückgestellt!“ In einer Woche ist es wieder soweit: Die Uhren werden… na, wissen Sie es sicher? Vor- oder zurückgestellt? Sicher ist: Fast 80 Prozent der Deutschen würden sie gerne baldmöglichst abgeschafft sehen, die Sommerzeit, die 1980 bei uns in Deutschland eingeführt wurde. Seitdem wird nicht nur jährlich zweimal an der Uhr gedreht, sondern auch über die Vor- und Nachteile dieser Zeitumstellung eifrig gestritten. Dabei geht es vornehmlich um die Fragen nach der „Quantität“ von nützlicher oder ungenutzter Zeit. Dabei ist Zeit doch viel mehr als bloßes Zahlenwerk. Das wussten bereits die Menschen, von denen die Bibel erzählt. Die machten sich vor allem Gedanken über die „Qualität“ von Zeit. Und dabei kamen sie schon vor 3000 Jahren auf diesen einen weitreichenden Satz: „Gott, meine Zeit steht in Deinen Händen.“ (Psalm 31,16) Wer das von sich sagen kann, für den ist gar nicht so entscheidend, ob gerade Sommer- oder Winterzeit ist. Für den ist jede Zeit unendlich wertvoll. Weil sie in Gottes Hand liegt.

Pastor Daniel Cremers, Kirchengemeinde Meldorf