Großbrand in Bargenstedter Entsorgungsbetrieb um 23 Uhr gelöscht
In Bargenstedt ist es am Freitagabend, 15. Mai, zu einem Großbrand gekommen. Die Feuerwehr wurde um 19.10 Uhr alarmiert. Betroffen war eine große Lagerhalle der KBA Dithmarschen. In dem offenen Gebäude sind insgesamt fünf Boxen, in denen unterschiedliche Wertstoffe gelagert sind, aus noch unbekannten Gründen in Brand geraten.
Um 23 Uhr war das Feuer gelöscht. „Um 23.14 Uhr konnte dann damit begonnen werden, das Brandgut aus den Boxen mit einem Bagger der KBA herauszuholen und so die letzten Glutnester abzulöschen“, sagt Ole Kröger, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Dithmarschen. Lediglich die Wehr aus Bargenstedt übernahm diese Nachlöscharbeiten, die anderen Wehren konnten abrücken.
Laut Ole Kröger waren vier Feuerwehren – Bargenstedt, Sarzbüttel, Meldorf sowie Heide, die mit einer Drohne die Lage aus der Luft erkunden – im Einsatz. Außerdem waren zahlreiche Kräfte des Löschzugs Gefahrgut (LZ-G) aus allen Teilen Dithmarschens nach Bargenstedt geeilt. Der LZG musste aber nicht eingreifen, so Kröger, denn anders, als zunächst befürchtet, handelte es sich nicht um Gefahrgut, das in Brand geraten war.
Dennoch war der Einsatz herausfordernd: Erst nach gut drei Stunden war der Brand so weit unter Kontrolle gebracht, dass keine offenen Flammen mehr aus dem Gebäude schlugen. Die Rauchentwicklung war jedoch weiterhin immens. Weil das Lagergebäude im Laufe des Einsatzes als einsturzgefährdet eingestuft wurde, hatten sich die Atemschutzgeräteträger zurückgezogen. Stattdessen wurden mehrere Wasserwerfer in Stellung gebracht. „Die Löschmaßnahmen mithilfe dieser Werfer und des Schaummittels hatten dann schnell Wirkung gezeigt“, so Kröger.
Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz, dazu weitere Kräfte des DRK. Der Schaden wird mit rund 250.000 Euro beziffert.
Bevölkerung vor Rauch gewarnt
Durch das Feuer hat sich eine massive Rauchentwicklung gebildet. Die Rauchwolke soll teilweise kilometerweit zu sehen sein. Über die Warn-App NINA wurde deshalb um 19.29 Uhr eine Gefahrenmitteilung veröffentlicht. Darin wird die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
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