Vier Monate altes Mädchen in Brunsbüttel gestorben: Eltern wegen Mordverdacht in U-Haft
Am Freitag, 26. September, verstarb in Brunsbüttel ein vier Monate altes Mädchen in der elterlichen Wohnung. Polizei und Rettungskräfte wurden per Notruf alarmiert, ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.
Die Ermittlungen der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe und der Kriminalpolizeistelle Heide erfolgen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Itzehoe. Nach aktuellem Stand besteht der Verdacht, dass das Kind infolge einer von den 24-jährigen Eltern verursachten Unterversorgung gestorben ist.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden die deutsche Kindsmutter und ihr deutscher Lebensgefährte am Sonnabend einer Haftrichterin am Amtsgericht Itzehoe vorgeführt. Diese erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes durch Unterlassen. Der Tatverdacht bezieht sich auf das Mordmerkmal der Grausamkeit. Beide Beschuldigte sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
„Die Feststellung der Todesursache und der weiteren Tatumstände ist Gegenstand umfassender Ermittlungen“, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen werden derzeit keine weiteren Details bekannt gegeben.
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