Büsumer Kutterregattatage 2025: Macher ziehen positive Bilanz
So schnell, wie sie angefangen hat, ist sie auch schon wieder vorbei: die 120. Kutterregatta. Nach dem Traditionsschiffskorso und der Papierbootregatta am Sonnabend stand am Sonntag noch die eigentliche Kutterregatta auf dem Programm. „Dieses Jahr waren 14 Schiffe dabei“, sagte Rolf Hamann, Vorsitzender des Regattavereins.
Organisiert werden die Kutterregattatage seit 2024 gemeinsam vom Regattaverein und der Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum GmbH. „Alles hat gut funktioniert, auch wenn es zwischendurch mal knarzt, aber das ist normal. Es war zum Beispiel nicht möglich, zwei Wochen vorher schon die konkreten Teilnehmerlisten vorliegen zu haben, aber wir haben das dennoch gut zusammen hinbekommen“, so Hamann. Einer Zusammenarbeit im kommenden Jahr stehe also nichts im Wege. So sieht es auch Dominik Meisterfeld, der bei der TMS die Teamleitung für das Veranstaltungs, Seminar-, Event- und Tagungsgeschäft innehat. „Die Kutter sind das, was die Veranstaltung ausmacht – ohne die Kooperation mit dem Regattaverein wäre das einfach nur ein buntes Volksfest“, so Meisterfeld. Deshalb sei auf dem diesjährigen Logo der Leuchtturm auch durch Kutter ersetzt worden.
Mehr als 32.000 Besucher
Zum ersten Mal seien in diesem Jahr die Besucher gezählt worden, sagt Meisterfeld. „32.000 Besucher, das ist eine enorme Zahl für Büsum, und wir haben nur an einem der Eingänge gezählt, die Zahl ist also noch deutlich höher.“ Insgesamt herrsche Zufriedenheit bei den Veranstaltern. „Es war richtig was los, wir haben sowohl von den Ständen als auch von den Besuchern gute Rückmeldung bekommen“, sagte Meisterfeld. Ein Fahrgeschäft sei zwar vor Ort aufgebaut gewesen, weil ein Stempel fehlte, durfte dieses jedoch nicht in Betrieb genommen werden – das sei das als einziges Vorkommnis etwas schade gewesen, so Meisterfeld.
Was hingegen sehr gut funktioniert habe, seien die verschiedenen Open Ships, bei denen die Besucher einen Einblick ins Innere erhalten haben. „Das Feuerschiff „Elbe 1“ hatte nach anderthalb Tagen bereits 1000 Besucher an Bord“, sagt Hamann. „Und sie haben sich schon erkundigt, wann es nächstes Jahr losgeht, weil sie gern wieder dabei wären.“ Im vergangenen Jahr sei das Schiff noch auf der Werft gewesen, habe deshalb nicht teilnehmen können. Auch die „Stettin“ sei von vielen Interessierten besucht worden.
„Das Wetter hat uns in die Karten gespielt“, so Hamann. „Im vergangenen Jahr ist es schön gewesen, aber zu schön. Dieses Jahr war es kein Strandwetter, und das haben wir gemerkt. Gerade zur Eröffnung am Freitag gab es auf der Hafenmeile so viele Besucher wie noch nie.“
Das Sicherheitspersonal habe nicht viel zu tun gehabt, so Hamann. Lediglich in einem Fall hätten sie eingreifen müssen, abgesehen davon sei es ruhig gewesen.
Teilnehmer und Gewinner der Kutterregatta
Gegen Sonntagnachmittag versammelten sich nach und nach immer mehr Zuschauer an der Westmole hinter der Schleuse, um die Kutterregatta von dort aus verfolgen zu können. Der Startschuss fiel gegen 15 Uhr, dann machten sich die Kutter in drei unterschiedlichen Klassen nach und nach auf den Weg.
Sieger des Blauen Bandes wurde in diesem Jahr erneut der Fischkutter SC 7 „Seefuchs“ von Ralf Krippner. Auf dem zweiten Platz folgte SC 11 „Anne-Gret“ von Manfred Krippner, den dritten Platz belegte SD 23 „Andrea“ von Andre Claußen. Die „Heimdall“ kam auf Platz vier, die „Klaus Groth“ auf Platz fünf. Alle genannten Kutter starteten in der Klasse A.
In Klasse B landete der Kutter SC 35 „Thor“ auf dem ersten Platz, darauf folgten die SC 3 „Jan Maat“, SD 9 „Ozean“ und SAS 211 „Antares“. In der Klasse C gewann der Krabbenkutter SC 14 „Maret“. Auf Platz zwei folgte SC 29 „Goedeke Michel“ und auf Platz drei kam die „Hauke“. Die SD 19 „Cap Arkona“ belegte den vierten Platz, das Schlusslicht bildete Büs 1 „De Lüttje“.
Ausblick auf 2026
Das Datum für die 121. Kutterregatta im kommenden Jahr steht bereits fest: Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 19. Juli. „An dem Wochenende ist sehr spät Hochwasser, die Regatta wird sich also voraussichtlich etwas nach hinten verschieben“, sagt Hamann. Auch die Börteboote würden voraussichtlich am Sonnabend mitfahren – so wie in diesem Jahr.
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