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3. Handball-Liga

Drama, Baby! Eider Harde biegt’s auf der Zielgeraden

Kein Sahnestück, aber ein Punktebringer: Die Handballer der HSG Eider Harde haben sich mit ihrer bislang schwächsten Saisonleistung die ersten beiden Punkte der Spielzeit 26/27 erkämpft.
13.09.2026, 15:04 Uhr
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Der Zerstörer: Malte Ohm-Abelmann war in der Schlussphase ein wichtiger Faktor beim Sieg der HSG Eider Harde in Hannover. Archivfoto: Grage

Im Drittliga-Match beim TSV Burgdorf II landete die Truppe von Trainer Matthias Hinrichsen einen 30:29 (13:15)-Arbeitssieg. Kollektives Durchatmen im Eider-Lager. Spieltag drei, Haken dran.

Und das, obwohl gute vier Minuten vor Abpfiff beim Stand von 28:25 für den TSV so gar nichts nach einer freudigen Rückfahrt aussah. Konfetti? Fehlanzeige. Fast hätte man wieder Trostpflaster verteilen müssen. Aber: Diesmal zahlte sich der Glaube an sich selbst aus. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, drehte die HSG in der Schlussphase auf.

Entsprechend fiel das Fazit von Hinrichsen aus: „Dieses verrückte Spiel zu gewinnen, macht etwas mit uns als Team. Letztlich bringen nur Siege einem das Selbstverständnis, das wir brauchen. Wir wissen jetzt, dass wir auch mit mäßigen Leistungen Spiele in der 3. Liga gewinnen können – auch wenn wir es diesmal verpasst haben, uns von Woche zu Woche weiterzuentwickeln. Manchmal geht man eben einen Schritt zurück, um danach zwei nach vorne zu machen. Wir sind rundum happy, dass wir mit zwei Punkten im Gepäck weitermachen können. Das macht es zum Saisonbeginn einen Tick einfacher.“

Dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, deutete sich früh in der Partie an. In Halbzeit eins lagen die Eider-Handballer mit vier Toren zurück (7:11). Hinrichsen: „Unser Prunkstück war erneut die Abwehr sowie die Disziplin im Positionsangriff.“ Vom Prunkstück zum Sorgenkind: Im Abschluss ließen die Gäste wie schon in Rostock zu viele Chancen liegen.

21 Fehlwürfe aus dem Spiel und zwei Siebenmeter zählte Hinrichsen. „Das ist viel zu viel, wenn man überlegt, dass ein Handballspiel nur circa 60 Angriffe hat.“ Nur gut für die Schleswig-Holsteiner, dass die HSG in der Crunchtime das richtige Zielwasser getrunken hatte.

So wurde aus der Beinahe-Niederlage noch ein Sieg, und was für einer. 25:28 – Hinrichsen nimmt die Auszeit, stellt die Abwehr um, lässt Malte Ohm-Abelmann vorgezogen „zerstören“. Burgdorf kassiert eine Zeitstrafe. In nur drei Minuten dreht die HSG mit einem 5:0-Lauf das Spiel. Der letzte, direkte Freiwurf der Burgdorfer fliegt übers Tor – und mit ihm die Erlösung. Die angestaute Anspannung bricht sich in einer Jubeltraube Bahn. In der Traube sind auch Finn-Luca Bies und Tjorben Heckel mit dabei, die wider Erwarten nach ihren Schulterproblemen doch mitwirken konnten.

Großen Anteil am Sieg hatte auch Jonas Haack mit neun Paraden, der häufig im Schatten von Stammkeeper Jorge Schmidt steht. Entsprechend fiel das Lob von Coach Hinrichsen aus: „Auch wenn Jorge oft die Nase vorn hat: Jonas ist aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner Qualität der beste 1B-Torhüter, den man sich wünschen kann. Jedes Mal, wenn ich ihn bringe, setzt er Impulse. Selbst, wenn Jorge überragend hält, wechsele ich Jonas für die Siebenmeter ein und er liefert. Das freut mich sehr.“

HSG Eider Harde: Schmidt, Haack – T. Heckel (3), Kock (1), Schneider (2), Ohm-Abelmann (4/4), Frahm (2), Bies (6), Hamann (3), Rohwer, M. Dau (6), P. Dau, Wichmann, Bielfeldt (2), Jonas (1), Schatz.

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