Direkt zum Hauptinhalt springen
Menü
Menü
Handball

Die 3. Liga legt schon los

Noch vor dem Start in die Handball-Bundesliga fliegen die Bälle in der 3. Liga. Schon an diesem Wochenende reisen die Männer der HSG Eider Harde gen Osten.
22.08.2025, 12:07 Uhr
Foto vergrößern
Vorfreude: Die HSG Eider Harde geht in ihr drittes Jahr in der 3. Liga. Dort wollen sich die Hohner Handballer weiterentwickeln. Foto: Kolb

In der sächsischen Metropole Leipzig erleben sie gleich das erste Highlight der Saison. Normalerweise verlieren sich bei Heimspielen der U 23 des SC DHfK Leipzig ein paar Dutzend Zuschauer in der Halle, am Sonnabend (16.30 Uhr/sportdeutschland.tv) wird das anders sein. Der Saisonauftakt ist eingebettet in den Tag des Handballs, ein buntes Familienfest, und findet in der großen Arena statt; Fassungsvermögen: 7000 Zuschauer. Im Anschluss testet das Bundesliga-Team des DHfK gegen den tschechischen Klub Banik Karvina.    

Summa summarum scheint die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen gut gerüstet zu sein für ihre dritte Saison in der 3. Liga hintereinander – nach wie vor alles andere als Business as usual für einen Dorfverein mit schmalem Geldbeutel. Aber wohin führt der Weg in dieser Spielzeit nach Platz acht und fünf? Das Team ist eingespielt, muss nur einen Zugang integrieren: Malte Abelmann-Brockmann vom TSV Altenholz. „Mit seiner Geschwindigkeit und Tiefe ist Malte ein belebendes Element in unserem Spiel. Ein ganz anderer Spielertyp, den wir so bisher nicht hatten“, sagt Eider-Co-Kapitän Jannik Oettershagen.

Bis auf die deutliche Niederlage gegen den Zweitligisten Lübeck-Schwartau war die Vorbereitung ergebnistechnisch vollkommen in Ordnung. Siege gegen Norderstedt, Hürup und die HSG Ostsee belegen die positive Bilanz. Auch das Trainingslager im dänischen Skaerbaek vertiefte das gute Gefühl. „Zwei hochklassige Testspiele und vier Trainingseinheiten geben mir ein richtig gutes Gefühl für den Saisonstart“, schildert Coach Hinrichsen seine Gemütslage. Neben zwei ungefährdeten Siegen gegen den Regionalligisten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg traf die HSG auf den niederländischen Erstligisten Aalsmeer, immerhin Dritter der vergangenen Saison in der Eredivisie. 32:29 lautete das Endergebnis für die Eider-Handballer. Auch die Generalprobe gestaltete die HSG erfolgreich gegen den dänischen Zweitliga-Absteiger Faaborg HK (29:23). „Wir konnten viel ausprobieren, haben richtig gut und erwachsen gespielt“, berichtet Oettershagen. Potenzial hätten zudem die mitgereisten A-Jugendlichen der HSG gezeigt: Noah Stangier, Piet Dau und Paul Jonas.

Mit konkreten Saisonzielen hält sich Hinrichsen zurück, er möchte seine Spieler möglichst wenig stressen: „Wir haben vergangene Saison schon ziemlich viel erreicht. Jetzt mit Steigerungen in Form von Tabellenplätzen zu kommen, wäre nicht zielführend. Ich spüre aber in der Mannschaft immer noch großes Potenzial. Auch wenn es sich komisch anhört, aber der schlechte Saisonstart in die letzte Saison gibt uns Energie. Ich spüre, dass die Jungs das nicht wiederholen möchten. Ziel Nummer eins ist also ein guter Saisonstart und dann natürlich eine stetige Verbesserung.“

Ansonsten, was bleibt zu sagen? Stichwort Hohner Werner-Kuhrt-Halle. Bisher konnte die Truppe kein einziges Mal dort trainieren, da ein neuer Boden verlegt wird. Läuft alles plangemäß, kann die HSG am Donnerstag das Abschlusstraining vor der Heimspiel-Premiere gegen Aufsteiger Plauen-Oberlosa in der Halle bestreiten. Das war natürlich eine Widrigkeit. „Die Sperrung der Halle hat Körner gekostet“, sagt Hinrichsen. Wie viele, wird man heute sehen. ⋌Björn Carstens

© Boyens Medien - Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.