Eider Harde durchlebt Wechselbad der Gefühle
Die Truppe von Trainer Matthias Hinrichsen geht mit 13:17 Punkten in die Weihnachtspause. Sich von der Abstiegszone abzusetzen, hat vor rund 300 Zuschauern in der Grömitzer Ostholsteinhalle nicht funktioniert. Vor allem im Angriff fehlte die Klarheit, die Konsequenz, vielleicht dieser eine Moment, der Spiele kippen lässt. Schon gegen den SC Magdeburg II am vorherigen Wochenende blieb vorne zu viel liegen – und auch im Derby konnte die HSG ihr wahres Gesicht nicht über 60 Minuten zeigen.
Nach Schlusspfiff passiert dann etwas, das nicht selbstverständlich ist. Kein Donnerwetter des Trainers, kein Draufhauen aufs Team. Stattdessen ein Lob. Für den Charakter. Für den Willen. Für das, was diese Mannschaft ausmacht. Hinrichsen wertschätzt sie: „Ich kann gar nicht genau erklären, warum wir die Leistung aus den Trainingseinheiten in den letzten beiden Spielen nicht auf die Platte bekommen haben. Aber ich habe gesehen, dass jeder wollte. Jeder ist bereit, für dieses coole Projekt alles zu investieren. Es war deutlich besser als gegen Magdeburg. Ich mag diese Mannschaft einfach. Es macht mir Spaß, mit ihr zu arbeiten, zu kämpfen, Lösungen zu finden. Natürlich bin ich enttäuscht über die Niederlage – aber ich habe Spaß an dieser Truppe. Sie hat das Herz am richtigen Fleck.“
Vielleicht ist genau das der Punkt. Manchmal zeigen Spiele nicht das, was eine Mannschaft wirklich ist. Die HSG Eider Harde enttäuschte am letzten Hinrunden-Spieltag – und ging gleichzeitig mit Stolz in die Pause.
HSG Eider Harde: Schmidt, Haack – Rohwer (1), Kock (1), Jannik Oettershagen, Schneider (3), Mumm, Hartwich (7), Dau (1), Abelmann-Brockmann (5/3), Frahm, Hamann (1), Tjorben Heckel (7), Bies (2), Jonas, Rune Jonas Heckel.
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