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3. Handball-Liga

Eider Harde zurück im Drittliga-Alltag

Nach gut vier Wochen Zwangspause ist Schluss mit Spekulatius, Eisregen und Videostudium – die Drittliga-Handballer der HSG Eider Harde rollen wieder über die Autobahnen der Republik.
16.01.2026, 16:08 Uhr
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Recken und strecken: Thore Heinemann von der HSG Eider Harde macht sich am Kreis vor dem Tor von HC Empor Rostock lang und erzielt eines seiner acht Tote. Diesmal will er in Plauen treffen. Foto: Kolb

Es geht direkt ans andere Ende der Liga-Karte: Auswärtsspiel beim SV 04 Plauen-Oberlosa, kurz vor der tschechischen Grenze. Über 600 Kilometer einfache Strecke – die weiteste Reise der Saison. Einmal quer durch den Handball-Winter.

Die Vorbereitung für den Jahresauftakt verlief eher suboptimal. Wintereinbruch, Trainingsabsagen, auch das geplante Testspiel gegen Vinnhorst fiel dem Wetter zum Opfer. Trotzdem: „Die Stimmung ist gut, der Fokus da“, sagt Eider-Trainer Matthias Hinrichsen. Anpfiff am Sonnabend in der Plauener Kurt-Helbig-Halle ist um 19 Uhr (live auf www.sporteurope.tv)

Logistisch wird die HSG diesmal erfinderisch: Da der große Mannschaftsbus den eigenen Regionalliga-Frauen zur Verfügung steht, reisen die Männer erstmals mit drei Neunsitzern an. Auf der Hinfahrt übernimmt das Trainer- und Betreuerteam das Steuer, „auf der Rückfahrt vielleicht diejenigen, die die wenigsten Tore werfen“, scherzt Hinrichsen. Wäre zumindest ein kreativer Motivationsboost.

Sportlich wurde die Pause trotz aller Widrigkeiten intensiv genutzt. Viel Video, viel Analyse, Hinrichsen reagierte damit auf die Derby-Niederlage bei der HSG Ostsee kurz vor Weihnachten. Sein Ziel: „Wir wollen im Angriff effektiver werden, wir brauchen wieder mehr Struktur und klarere Abläufe – das war zuletzt teilweise haarsträubend. Das können wir besser.“

In Plauen wird die HSG ohne treffsichere Schützen sehr wahrscheinlich nichts reißen. Die Vogtländer gelten als heimstark, zehn ihrer zwölf Punkte holten sie im heimischen Hexenkessel, unter anderem vier Punkte gegen die Spitzenteams aus Hildesheim und Rostock.

War das Hinspiel am zweiten Spieltag noch eine klare Sache für die HSG Eider Harde, dürfte die Aufgabe am Sonnabend ungleich komplizierter werden – und darüber hinaus auch noch aufregend. Denn in Plauen sind die Eider-Handballer noch nie aufgelaufen. Hinrichsen: „Ich freue mich auf den Hexenkessel, hoffentlich kommt ordentlich Druck von den Rängen. Das gibt uns die nötige Extraportion Motivation.“

Personell gibt’s gute Nachrichten: Alle Mann werden am Sonnabend in die drei Neunsitzer einsteigen. Auch Thore Heinemann ist wieder am Start, ebenso Finn Luca Bies, der nach seinem vielversprechenden Comeback in Grömitz den nächsten Step machen möchte.

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