Lust auf gesundes Essen von klein auf an
Gesunde Ernährung bei Kindern
Im Prinzip gilt für Kinder das Gleiche wie für Erwachsene: Die Ernährung sollte ausgewogen und vollwertig sein, der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BiÖG) empfiehlt für Kinder und Erwachsene größtenteils pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Getreideprodukte und Kartoffeln. Tierische Nahrungsmittel wie Wurst, Fleisch und Eier, aber auch Milch und Milchprodukte wie Joghurt können in Maßen verzehrt werden, während Süßes und Fettreiches die Ausnahme bleiben sollten. Und natürlich sollten Kinder genauso wie Erwachsene viel trinken.
Eltern sind die Vorbilder
Kinder lernen das Essen ähnlich wie das Sprechen, nämlich durch Selbermachen, durch Nachahmen, durch den Austausch darüber sowie das Zusammenspiel mit anderen. Essen ist mit Freude und sinnlichem Erleben verbunden. Klare Regeln und Rituale unterstützen Kinder im Erlernen eines Verhaltens, das die Gesundheit fördert. Hier sind die Eltern die großen Vorbilder. Gegen Ende des ersten Lebensjahres erhalten Kinder heutzutage immer häufiger das normale Essen der Familie. Nach und nach wird das Kind beim Essen und Trinken selbstständiger und übernimmt familiäre und kulturelle Gewohnheiten. In seinen ersten Lebensjahren wird das Kind ab und an Phasen haben, in denen es wählerisch oder nicht am Essen interessiert ist. Diese Phasen gehen jedoch meist vorüber.
Hunger- und Sättigungssignale akzeptieren
Essen lernen heißt auch, den Umgang mit Besteck, Geschirr und Trinkgefäßen üben. Kleine Gabeln und Löffel können für Kinder beim Lernen hilfreich sein. Das Ausprobieren erfordert auch eine gewisse Toleranz aufseiten der Eltern, denn ohne Kleckern funktioniert essen lernen eben nicht.
Darüber hinaus ist es wichtig, die Hunger- und Sättigungssignale des Kindes zu respektieren. „Besser erstmal kleine Portionen anbieten. Das Kind kann bei Bedarf nachfordern oder sich nehmen“, so AOK-Expertin Brigitte Fischer. Beendet das Kind die Mahlzeit frühzeitig, genügen ein bis zwei Versuche der Eltern, das Kind zum Weiteressen zu ermutigen – bitte keine Extraspeisen als Ersatz anbieten. Essen sollte nicht als Druckmittel, also zur Belohnung oder zum Trösten eingesetzt werden. Trost durch Lebensmittel steigert zum Beispiel die emotionale Verbindung zu solchen Lebensmitteln. Das könnte zur Folge haben, dass genau diese Lebensmittel auch später im Erwachsenenalter als Trost genutzt werden.
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