Mit Gartenarbeit zu mehr Wohlbefinden und innerer Ruhe
Rasen mähen, Unkraut jäten, Obst und Gemüse ernten, Laub harken, Hecken beschneiden: Ein Garten birgt unendliche Möglichkeiten, körperlich aktiv zu sein. Dabei sind wir an der frischen Luft, umgeben von Pflanzen und der Ruhe der Natur. Kein Wunder, dass Gartenarbeit sich großer Beliebtheit erfreut: Sie tut uns gut, sowohl körperlich als auch mental.
Gesundheitsbooster Gartenarbeit
Zahlreiche Studien belegen die positiven Effekte. Regelmäßige Gartenarbeit kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes senken. „Gartenarbeit verbrennt Kalorien und kann das Immunsystem unterstützen“, so AOK-Expertin Sabrina Meinhardt.
Gartenarbeit als natürliches Fitnessprogramm
Gartenarbeit statt Sport? Klingt verlockend und ist gar keine schlechte Idee. Gärtnern ersetzt zwar nicht das gezielte Training bestimmter Muskelgruppen oder Ausdauerübungen, trägt aber durch die kontinuierliche Bewegung und die Beanspruchung verschiedenster Muskeln zum Erhalt einer allgemeinen körperlichen Fitness bei. Durch fleißiges Arbeiten im Garten verbrennen wir Kalorien und fördern aktiv unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit. Das kann – je nach Intensität – mit moderater Bewegung wie Walking vergleichbar sein. Der Kalorienverbrauch bei der Gartenarbeit ist, je nach Aktivität, nicht zu unterschätzen.
Beanspruchte Muskelgruppen
Arm- und Schultermuskulatur werden beim Heben und Tragen von Gießkannen, Säcken mit Erde und dem Graben mit einer Schaufel gekräftigt. Das Bücken, Heben und Bewegen von schweren Gegenständen stärkt die Rückenmuskulatur und fördert die Stabilität und Flexibilität des Rumpfes. Die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur wird im Knien und Hocken bei der Pflanzenpflege, beim Unkrautjäten und beim Trimmen von Hecken beansprucht. Halten und Bedienen von Gartengeräten trainiert die Griffkraft und Beweglichkeit der Hände und Handgelenke. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte auf eine rückenschonende Haltung, das richtige Heben schwerer Lasten und regelmäßige Pausen geachtet werden.
Saisonale Aktivitäten
Der Nachteil beim Garten-Sport? Er ist häufig saisonal bedingt, im Winter setzt das „Training“ meist für längere Zeit aus – auch wenn es in der kalten Jahreszeit Alternativen wie Laub harken, Holz hacken oder die Einwinterung von Gartengeräten und -möbeln gibt. Trotzdem kann es gerade im Frühling bei den ersten Stunden im Garten schnell zur Ermüdung kommen, weil der Körper die Bewegungen nicht mehr gewöhnt ist. Darum am besten langsam anfangen, viele abwechslungsreiche Bewegungsabläufe ausführen und – besonders wichtig – den Körper im Winter mit anderen Übungen fit halten.
Bei längerer Gartenarbeit im Freien sollte auf ausreichenden Sonnenschutz wie Sonnencreme, Kopfbedeckung und Pausen im Schatten geachtet werden, um Hautschäden zu vermeiden. Besonders bei warmem Wetter ist es wichtig, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch die körperliche Arbeit auszugleichen.
© Boyens Medien - Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weitere Artikel