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Gesundheit im Dialog

Polymorphe Lichtdermatose: Wenn’s nach dem Sonnenbaden juckt

Wer sich zu lange ungeschützt der Sonne aussetzt, merkt die Folgen meist unmittelbar: ein schmerzhafter Sonnenbrand. Andere unerwünschte Reaktionen auf intensives Sonnenbaden zeigen sich oft erst später. In Kooperation mit unserer Zeitung informiert die AOK NordWest, was davor schützen kann. 
16.06.2026, 00:40 Uhr
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Unerwünschte Reaktionen auf intensives Sonnenbaden zeigen sich oft erst verzögert, wie zum Beispiel bei der Polymorphen Lichtdermatose. Foto: AOK/Colourbox

Bei der polymorphen (vielgestaltigen) Lichtdermatose (PLD), umgangssprachlich auch Sonnenallergie genannt, stellen sich erste Anzeichen wenige Stunden, manchmal aber auch erst einige Tage ein, nachdem man in der Sonne war. Oft sind es rötliche Flecken auf der Haut, Knötchen oder Bläschen, die stark jucken und manchmal auch brennen. Insbesondere hellhäutige Menschen sind davon betroffen. Viele Betroffene weisen einen Gewöhnungseffekt auf und vertragen im Laufe der Zeit zunehmend mehr Sonne. 

Frühjahr und Frühsommer ist Hochsaison

Die PLD ist relativ weit verbreitet: In Mitteleuropa, Skandinavien und den USA sind zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal im Leben davon betroffen, Frauen häufiger als Männer. Hochsaison ist im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist. Ob es sich bei der Krankheit um eine Allergie handelt, ist noch unklar. „Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine fehlgeleitete Immunreaktion auf durch UV-Strahlung veränderte körpereigene Stoffe“, so AOK-Expertin Dr. Katja Schwarzenhölzer. 

UV-A- und UV-B-Strahlen

Das ultraviolette (UV-)Licht der Sonne besteht zum überwiegenden Teil aus UV-A-Strahlen. Diese bräunen die Haut schnell, weil sie tief eindringen. Diese Bräune hält jedoch nicht lange an und schützt nur wenig vor weiterer Sonnenstrahlung. UV-A-Licht schädigt die Haut und lässt sie vorzeitig altern. Die UV-B-Strahlen der Sonne dringen vor allem in die obere Hautschicht ein. Dort sorgen sie für eine verzögerte und länger anhaltende Bräunung sowie einen gewissen Eigenschutz der Haut vor weiterer Sonnenstrahlung. Allerdings röten und reizen sie die Haut und können Sonnenbrand verursachen. Es wird vermutet, dass UV-B-Strahlen Hautkrebs stärker fördern als UV-A-Strahlen. Beide können jedoch zu DNA-Schäden führen. 

Vielgestaltiges Erscheinungsbild

Das Erscheinungsbild der Sonnenallergie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, es kann sich in kleinen Knötchen, Bläschen, größeren Quaddeln oder insektenstichartigen Pünktchen äußern. Betroffene bekommen aber jedes Mal, wenn die Erkrankung auftritt, weitgehend die gleichen Symptome. Betroffen sind in der Regel die Körperstellen, die dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt waren – meist Hals und Dekolleté, Arme, Handrücken, Oberschenkel und das Gesicht. 

Mallorca-Akne und weitere Krankheitsformen

Neben der polymorphen Lichtdermatose gibt es noch eine Reihe anderer Hauterkrankungen, die mit intensiver Sonnenbestrahlung einhergehen: Bekannt ist beispielsweise die sogenannte Mallorca-Akne. Dabei handelt es sich um eine eigenständige lichtbedingte Hauterkrankung, die sich meist in dunkelroten Knötchen auf der Haut äußert. Sie entsteht durch die Wechselwirkung von UV-A-Strahlen mit bestimmten Inhaltsstoffen der täglichen Körperpflegeprodukte (Cremes, Lotionen) oder mit Sonnenschutzpräparaten.

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