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Zahnhygiene gerade bei Pflegebedürftigkeit wichtig

19.08.2025, 00:20 Uhr
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Wenn Menschen pflegebedürftig werden, gerät die Zahnpflege oft in den Hintergrund, doch Mundgesundheit bedeutet auch ein Stück Lebensqualität. Foto: AOK/Colourbox.

Wenn Menschen pflegebedürftig werden, gerät die Zahnpflege oft in den Hintergrund. Doch Mundgesundheit bedeutet auch ein Stück Lebensqualität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Pflegebedürftige benötigen häufig Unterstützung bei der Mundhygiene, sollten jedoch, soweit sie können, bei der Zahnreinigung mithelfen, so AOK-Experte Marc Lütkemeyer.

Um die Mundgesundheit bei Menschen mit Pflegebedarf ist es oft schlechter bestellt als in der Allgemeinbevölkerung. Das hat viele Gründe: Älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung fällt es oft zunehmend schwer, Zähne und Zahnersatz gut zu reinigen, weil feinmotorische Fähigkeiten oder Sehkraft nachlassen. Viele Medikamente – zum Beispiel gegen Diabetes, Bluthochdruck, Demenz, Rheuma, Schmerzen – wirken sich negativ auf die Mundgesundheit aus. Sie führen etwa zu einem verminderten Speichelfluss, wodurch das Risiko für Karies steigt. Nach einem Schlaganfall zum Beispiel sind möglicherweise die Beweglichkeit und das Schlucken beeinträchtigt. Auch mit einer Demenz ist selbstständige Zahnpflege ab einem bestimmten Stadium nicht mehr möglich.

Zweimal im Jahr sollte ein Zahnarzt oder eine Zahnärztin den Sitz der Prothese überprüfen, die Zähne auf Karies hin untersuchen und kontrollieren, ob der Zahnhalteapparat entzündet ist. Das Fachpersonal in einer zahnärztlichen Praxis kann Pflegende dabei beraten, wie sie die echten und die dritten Zähne ihrer Angehörigen am besten in Schuss halten können.

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