Liveblog zum Nachlesen: Bombe in Hemmingstedt entschärft – B5 und A23 wieder frei
Am Sonntag, 17. August, kommt der Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamts nach Hemmingstedt und entschärft die Bombe im Gewerbepark Westküste. Im Umkreis von 1000 Metern steht das Leben zu diesem Zeitpunkt still. Die wichtigsten Informationen im Liveticker:
Um 11.50 Uhr vermeldet die Polizei über ihren Whatsapp-Kanal: „Der Einsatz ist beendet.“
Gegen 11.15 Uhr gibt es die gute Nachricht:
Die 226 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg ist entschärft.
Wenige Minuten später rollt wieder der Verkehr auf der B5, der Abschlepper für den liegengebliebenen Nissan ist eingetroffen.
Doch außerhalb des Evakuierungsbereichs
Der Nissan, der nahe der Erdölraffinerie liegen blieb, soll wohl knapp außerhalb des Radius liegen.
Detonator soll gesprengt werden
Polizeisprecher Björn Gustke: „Zeitnahe kommt die Sprengung des Detonators. Danach ist es noch nicht durch. Wir liegen gut im Zeitplan.“
Kampfmittelräumdienst mit Fortschritt
Die Bombe wurde geborgen, seit 10.15 Uhr läuft die Entschärfung.
Falsche Information
In einer früheren Mitteilung der Polizei hieß es, dass 80 Haushalte von der Evakuierung betroffen seien. Das ist nicht korrekt, wie die Beamten vor Ort nun korrigieren. 40 Haushalte sind betroffen.
E-Auto bleibt im Evakuierungsgebiet liegen
Ein Nissan-Bus mit dänischen Touristen bleibt vor der Erdölraffinerie liegen und damit direkt im Evakuierungsgebiet. Der Fahrer hielt an, um zu fragen, wie er die Sperrung am besten umfahren kann. Danach ging das Auto nicht mehr an. Es handelt sich bei dem Fahrzeug um ein E-Auto, dessen Batterie leer gegangen ist. Auswirkungen auf den Zeitplan hat die Panne nicht. Die Dänen müssen warten, bis die Evakuierung aufgehoben ist. Erst dann kann der Nissan abgeschleppt werden.
Bombe liegt knapp unter der Erdoberfläche
Laut den Informationen vor Ort soll die Entschärfung gegen 10.15 Uhr beginnen. Das Problem: Die Fliegerbombe liegt knapp unter der Erdoberfläche. Der Blindgänger ist korrodiert, daher muss geprüft werden, ob der Zünder „einfach so“ entschärft werden kann. Der Bereich ist nicht stark bewohnt, außerdem bietet die A23 einen natürlichen Schutzwall.
Engagierte Arbeit
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Hemmingstedt wurde ein Lagezentrum eingerichtet. Bei der Bombenentschärfung unterstützen übrigens die Wehren aus den Gemeinden Ketelsbüttel und Epenwöhrden, die die Feldwege absperren.
Sperrung ab 9 Uhr
Der Blindgänger soll in den Vormittagsstunden entschärft werden. So wurde es laut Pressemitteilung der Polizei mit allen Beteiligten abgesprochen. Ab 9 Uhr wird rund um den Fundort ein Sperrkreis eingerichtet, der nicht nur mit Einschränkungen für die Bevölkerung verbunden ist, sondern auch Auswirkungen auf den Straßen- und Bahnverkehr haben wird.
Innerhalb des Evakuierungsradius liegt ein Abschnitt der A23: Verkehrsteilnehmer müssen aus Norden kommend an der Anschlussstelle Heide-West und aus Süden kommend bereits an der Abfahrt Meldorf/Albersdorf die Autobahn verlassen. Aufgrund diverser Baustellen rund um Heide empfiehlt die Polizei eine weiträumige Umfahrung.
Das gilt vor allem für Reisende, die Eiderstedt oder Husum über die B5 erreichen wollen. Da die Anschlussstelle Heide-West der A23 in Richtung Norden gesperrt ist, sollen sie über Meldorf, Nordermeldorf und den Wöhrdener Kreisel in Richtung Wesselburen fahren und von dort über Schülp und Strübbel nach Hemme gelangen – und somit wieder zur B5.
Betroffen ist auch die B5, die in Hemmingstedt ab der Einmündung Büsumer Straße bis zur Kreuzung Meldorfer Straße/Fritz-Thiedemann-Ring in Heide nicht befahrbar ist.
Wegen der Bombe wird es zudem zu Einschränkungen auf der Bahnstrecke Hamburg–Westerland kommen, die kurz vor der Entschärfung gesperrt wird.
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